Osnabrück gewinnt Nachholspiel gegen Wehen
Di., 14.02.2012
Erster Sieg unter Wollitz
Osnabrücks Kevin Kampl wird hier vom am Boden liegenden Daniel Döringer gestoppt.Elias Kachunga (links) beobachtet die Szene.
Osnabrück -
Drittligist VfL Osnabrück feierte am Dienstagabend den ersten Sieg im neuen Jahr. Im Nachholspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden gewannen die Osnabrücker vor 7300 Zuschauer das Nachholspiel in der dritten Liga mit 2:0 (1:0).
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Der VfL Osnabrück hat ihn, den ersten Sieg im neuen Jahr. Der Anfang ist gemacht. Aber es war ein schweres Stück Arbeit und längst nicht alles Gold, was glänzte. Zwar fuhren die Lila-Weißen gestern Abend durch Tore von Jan Mauersberger und Andreas Glockner einen ungefährdeten 2:0-Sieg gegen einen über weite Strecken harmlosen SV Wehen Wiesbaden ein, die nötige Lockerheit aber ging den Hausherren völlig ab.
So fällt der Erfolg unter den Apsekt Arbeitssieg. Aber immerhin. Der VfL hat nicht gut gespielt, aber er ist mit der Drucksituation fertig geworden. Denn gestern zählte nur eins, der Sieg. Den hat der VfL eingesackt und kann nun ein wenig beruhigter nach vorne schauen. Und da wartet am kommenden Freitag in der osnatel-Arena bereits der 1. FC Saarbrücken.
Wollitz begann in der erwarteten Aufstellung. Kevin Kampl und Martin Hudec waren von ihren Verletzungen genesen und standen in der Startformation. Geburtstagskind Nils Fischer, er wurde gestern 25 Jahre alt, rückte vom Innenverteidiger ins defensive Mittelfeld vor.
Die Partie begann rasant. Kampl machte gleich deutlich, warum er so wichtig für den VfL ist. Der Sekundenzeiger hatte noch keine ganze Umdrehung hinter sich, da stürmte der Blondschopf von der Linksaußen-Position bis zum Fünfmeterraum vor. Sein Schuss verfehlte das Tor jedoch knapp. So flott ging es zwar nicht weiter, aber der VfL behielt die Spielkontrolle und ging – ein wenig überraschend – nach 16 Minuten in Führung. Einen scharf geschossenen Freistoß von Rouwen Hennings vollendete Jan Mauersberger per Kopf zum 1:0. Die Führung verlieh den Hausherren aber keine weitere Sicherheit. Der Druck des Gewinnenmüssens war allgegenwärtig. Einzig Kevin Kampl traute sich etwas zu. Ansonsten war viel Leerlauf und wenig Laufbereitschaft zu erkennen. Da sich SV Wehen als äußerst harmlos präsentierte, plätscherte die Partie weitestgehend dahin. Von einem Drehschuss Kachungas aus 22 Metern abgesehen, (35.) passierte nichts mehr.
Nach dem Seitenwechsel wurden die Bedingungen schwieriger, aber auch die Laufbereitschaft des VfL höher. Unaufhörlicher Nieselregen verwandelte den Rasen zum Teil in eine Rutschbahn. Die Spieler hatten mit der Standfestigkeit zu kämpfen. Gerade als die Gäste besser aufzukommen schienen, schlug der VfL zurück. Zunächst verfehlte Kachunga mit einem Distanzschuss sein Ziel, dann traf in der 69. Minute Andreas Glockner zum 2:0. Zuvor war Hennings nach einem Solo an Wehens Keeper Michael Gurski gescheitert. Den Nachschuss verwandelte Glockner. Als wenig später der zuvor verwarnte Nico Herzig mit Geld-Rot vom Feld musste (70.), hatte der VfL leichtes Spiel und brachte den so wichtigen Sieg, von einem Wehener Abseits-Tor abgesehen locker nach Hause. Die Gäste beendeten wie im Hinspiel die Partie mit nur neun Spielern, da kurz vor Schluss auch noch Benjamin Hübner wegen wiederholtem Foulspiels die gelb-rote Karte sah.
VfL Osnabrück: Riemann – Riedel, Hudec, Mauersberger, Salger – Fischer, Costa, Glockner, Kampl (80. Tauer) – Kachunga (86. Pauli), Hennings
SV Wehen Wiesbaden: Gurski – Döringer, Herzig, Lanzaat, Bieler – Hjelm (54. Christ), Hübner – Ivana (72. Schimmel), Smeekes (54. Addy Waku Menga), Janjic – Wolfahrt.
Tore: 1:0 Mauersberger (16.), 2:0 Glockner (69.). - Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart). - Gelbe Karten: Kachunga - Hübner. Gelb-Rot: Herzig (70.), B. Hübner (88./beide wiederholtes Foulspiel) - Zuschauer: 7300.
