Wollitz-Elf besiegt Saarbrücken
Fr., 17.02.2012
Der VfL macht‘s noch einmal
VfL-Kapitän Claus Costa (rechts) springt hier vehement Saarbrückens Kruse entgegen. Am Ende hatten Costa und der VfL mit dem 2:0-Sieg das bessere Ende auf ihrer Seite.
Osnabrück -
Drei Tage nach dem 2:0 gegen Wehen Wiesbaden besiegt Drittligist VfL Osnabrück auch den hoch eingeschätzten 1. FC Saarbrücken mit 2:0 (1:0).
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Der VfL Osnabrück ist wieder in der Spur, die 2:3-Pleite gegen RW Erfurt hat keine Spuren hinterlassen. Mit 2:0 (1:0) blieben die Lila-Weißen drei Tage nach dem Triumph über SV Wehen Wiesbaden auch am Freitagabend gegen den 1. FC Saarbrücken siegreich. Und das völlig zurecht. Nach einer eher behäbigen ersten Halbzeit spielte der VfL die hoch eingeschätzten Gäste nach dem Seitenwechsel förmlich an die Wand. Einziger Makel: Neben den Treffern von Martin Hudec und Rouwen Hennings hätten eigentlich mehr Tore fallen müssen. Doch die Hausherren ließen reihenweise hochkarätige Chancen und sogar einen Strafstoß aus.
So aber darf man sich den VfL vorstellen. Mit einem solchen Auftritt scheint in dieser Saison alles möglich. Und, in der von Trainer Claus-Dieter Wollitz aufgestellten Arithmetik fehlen jetzt „nur“ noch zehn Siege.
Der VfL begann in gleicher Startformation wie am Dienstag beim 2:0 gegen SV Wehen Wiesbaden. Aber anders als vor drei Tagen hatten die Hausherren Probleme, ins Spiel zu finden. Die Gäste störten früh und griffen die Osnabrücker weit in deren eigener Hälfte an. Mit dieser Art des aggressiven Pressings hatte der VfL sichtlich Probleme. Ein geordneter Spielaufbau fand nicht statt, Chancen verzeichneten die Lila-Weißen zunächst überhaupt keine, um dann eiskalt zuzuschlagen. Saarbrückens Keeper Enver Marina hatte noch nicht einmal ernsthaft eingreifen müssen, da durfte er den Ball bereits aus dem Netz holen. Wieder war es ein Standard von Rouwen Hennings. Diese erste Ecke im Spiel fand den Kopf von Innenverteidiger Martin Hudec, der zum 1:0 einköpfte (20.). Zu diesem Zeitpunkt völlig überraschend.
Danach befreiten sich die Lila-Weißen zwar aus der Umklammerung, weitere Chancen konnten sie aber nicht kreieren, da die meisten Pässe in die Spitze zu unpräzise waren. So passierte im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit von einigen leichtsinningen Rück- und Querpässen in der eigenen Hälfte nicht mehr viel.
Dafür begann die zweite Halbzeit umso rasanter. In der 46. Minute passte der erneut überzeugende Kevin Kampl am Saarbrücker Strafraum weiter zu Andreas Glockner, dessen Schuss im letzten Moment geblockt wurde. Die folgende Ecke von Hennings verpassten am Fünfmeterraum Elias Kachunga und Martin Hudec um Haaresbreite. Das hätte bereits das 2:0 sein können. Das besorgte dann in der 49. Minute Hennings selbst mit einem verwandelten Freistoß aus 22 Metern. Damit hat auch der Neuzugang vom FC St. Pauli endlich seinen ersten treffer für den VfL erzielt.
Nun war richtig Stimmung in der Bude. Das hatte sich Trainer Claus-Dieter Wollitz gewünscht, das hatte sich die Mannschaft auch verdient. Die hatte bis dahin nicht immer glücklich agiert, aber sie legte die nötige Leidenschaft an den Tag, die Zuschauer und Trainer eingefordert hatten. Und der VfL legte nach. Die Entscheidung auf dem Fuß hatte Andreas Glockner in der 63. Minute. Nach einem völlig überflüssigen Foul an der Strafraumlinie an Kachunga trat der Osnabrücker Außenstürmer zum Strafstoß an. Der war aber so harmlos geschossen, dass Saarbrückens Keeper Enver Marina problemlos parieren konnte. Es wäre das vierte Tor von Glockner in vier aufeinanderfolgenden Spielen gewesen.
In der 67. Minute hätte Kachunga das 3:0 machen müssen. Nach einer maßgerechten Vorlage von Hennings scheiterte er jedoch freistehend aus fünf Metern an Marina. So mussten der VfL weiter zittern. Zuvor hatte Saarbrücken viermal in Folge Unentschieden gespielt und dabei in Bremen und gegen Babelsberg jeweils einen 0:2-Rückstand aufgeholt. Das gelang am Freitagabend in Osnabrück allerdings nicht, da der VfL in der Deckung sicher stand.
VfL Osnabrück: Riemann – Riedel, Hudec, Mauersberger, Salger – Costa, Fischer, Glockner (86. Latkowski), Kampl – Kachunga (79. Tauer), Hennings.
1. FC Saarbrücken: Marina – Eggert, Lerandy, Straith, Kohler – Sieger, Kruse – Salifou (77. Sökler), Wurtz, Laux (60. Kizmaz)– Ziemer (60. Pisano).
Tore: 1:0 Hudec (20.), 2:0 Hennings (49.). - Schiedsrichter: Günter Perl (Pullach). - Gelbe Karten: - Ziemer. -Bes. Vork.: Marina hält Foulelfmeter von Glockner (63.). - Zuschauer: 8500.
