Vorstands-Dreigestirn Fleige, Kisker und Schneider tritt zurück

Mi., 22.02.2012

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SC Preußen bald führungslos?

Vorstands-Dreigestirn Fleige, Kisker und Schneider tritt zurück : SC Preußen bald führungslos?

Am 19. März 2010 wurden von links Dieter Schneider (Finanzen), Klaus Fleige (Vorstandssprecher und Marketing) und Rainer Kisker (Sport) als das neue Vorstands-Dreigestirn des SC Preußen gewählt. Bei der nächsten Jahreshauptversammlung Ende März stellen sie sich nicht mehr zur Wahl. Foto: Alfred Stegemann

Lengerich - 

Nachfolger gibt es (noch keine), dennoch tritt das Führungstrio des SC Preußen Lengerich auf der Jahreshauptversammlung am 30. März komplett zurück. Klaus Fleige als Vorstand Marketing und Vorstandssprecher, Rainer Kisker (Vorstand Sport) und Dieter Schneider (Vorstand Finanzen) stellen sich nicht wieder zur Wahl.

Von Alfred Stegemann

Sportlich hat sich der SC Preußen Lengerich nach dem bitteren Abstieg 2011 gefangen und steht in der Kreisliga A ganz ordentlich da – mit Ambitionen auf den direkten Wiederaufstieg. Wirtschaftlich ist der Verein kein Krösus, kann aber eine bessere Bilanz ausweisen als viele andere Clubs. Dagegen sieht es in der Führungsetage düster aus. Zu befürchten ist gar, dass der einstige Oberligist Ende März ganz ohne Vorstand dasteht.

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Klaus Fleige als Vorstand Marketing und Vorstandssprecher, Rainer Kisker (Vorstand Sport) und Dieter Schneider (Vorstand Finanzen) werden sich auf der Jahreshauptversammlung am Freitag, 30. März, im Clubheim nicht wieder zur Wahl stellen. Nachfolger gibt es derzeit keine. Wie es weitergeht? Da zucken alle drei mit den Schultern.

Erst vor zwei Jahren auf der Mitgliederversammlung im März 2010 waren sie als das neue Dreigestirn und Hoffnungsträger des SC Preußen inthronisiert worden. Kisker und Schneider waren neu in ihre Positionen gehoben worden, Fleige war in sein siebtes Jahr als Vorstandssprecher gegangen. Nun ist schon wieder Schluss. Während Fleige und Schneider sich komplett zurückziehen möchten, kann sich Kisker eine weitere Mitarbeit im Vorstand vorstellen, aber eben nicht mehr in vorderster Front.

Private und vor allem berufliche Gründe sind ausschlaggebend für die Entscheidung der drei Noch-Vorstandschefs. „Ich bin jetzt 67 Jahre alt, habe acht Jahre an der Spitze gestanden und möchte nun einfach Platz für Jüngere machen“, schiebt Klaus Fleige ein weiteres Argument für seinen Rücktritt nach. Die Sucher nach Nachfolgern hat längst begonnen. Bisher ohne Erfolg.

„Wir denken schon darüber nach, die Aufgaben künftig auf mehrere Schultern zu verteilen“, legt Rainer Kisker dar, dass die Arbeit für die neuen Vorsitzenden überschaubarer werden sollen. „Aber es muss schon jemand sein, der Lust und Zeit hat“, fährt Klaus Fleige fort.

Gerade Fleige ist es ein Anliegen, seine Nachfolge in guten Händen zu wissen, schließlich steht er dem SC Preußen seit 2004 vor. Damals hat er den Posten von Udo Kauschke übernommen und kann in seiner achtjährigen „Chef-Tätigkeit“ auf einige Erfolge verweisen.

So habe der SC Preußen bei seinem Amtsantritt als schwerkranker Patient auf der Intensivstation gelegen. Finanziell stand der Club dicht vor dem Abgrund. Nicht umsonst hatte man sich für den Rückzug aus der Verbands- in die Bezirksliga entschieden. Weniger laufende Kosten, solide Haushaltsführung und eisernes Sparen führten letztlich dazu, dass es wieder bergauf ging. Heute kann Klaus Fleige sagen: „Der Patient ist genesen.“

Highlight seiner Amtszeit sei das 100-jährige Vereinsjubiläum 2006 gewesen, negativer Höhepunkt der Abstieg im vergangenen Jahr. Verwährt bleibt ihm der Bau einer neuen Tribüne im Stadion. Jahrelang hatte sich Klaus Fleige dafür eingesetzt. Die Genehmigung liege mittlerweile vor, erklärt er, aber wirtschaftliche Zwänge verhindern (noch) den Bau. „Wir wollen uns ja so schnell nicht wieder in übergroße Schulden stürzen“, verweist Fleige auf eine vernünftige Haushaltführung.

Der neue Vorstand könne insgesamt unter besseren wirtschaftlichen Verhältnissen arbeiten als er bei seinem Amtsantritt. Nicht nur deshalb hofft Klaus Fleige, dass sich bis zum 30. März Kandidaten für eine Nachfolge finden lassen. Was aber passiert, wenn das nicht der Fall sein sollte? Eine Vakanz in der kompletten Führungsriege kann sich der Verein nicht leisten. „Das darf nicht sein“, schickt Klaus Fleige einen fast flehentlichen Appell an alle, sich ein Engagement beim SC Preußen zu überlegen, der ihm nach wie vor am Herzen liegt.


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