Fußball-Kreisliga A Lüdinghausen
Mi., 22.02.2012
Sendener Lehrer trainiert VfL
Bis Mai 2011 trainierte Claus Fischer seinen Stammverein Germania Hauenhorst. In der nächsten Saison coacht der 36-Jährige den VfL Senden.
Senden -
Der VfL Senden hat einen neuen Trainer gefunden: Ab dem Sommer übernimmt Claus Fischer aus Hauenhorst den Posten beim A-Kreisligisten. Der 36-Jährige ist Lehrer an der Sendener Realschule. Co-Trainer wird der jetzige Interimscoach Taylan Berik.
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Ein Sportlehrer an einer Sendener Schule wird neuer Trainer des VfL Senden: In der nächsten Saison übernimmt Claus Fischer den Posten beim Fußball-Kreisligisten. Der 36-Jährige aus Hauenhorst unterrichtet an der Geschwister-Scholl-Realschule die Fächer Sport, Politik und Sozialwissenschaften. „Mit einem Pädagogen haben wir ja sehr gute Erfahrungen gesammelt“, witzelt der Sportliche Leiter Taylan Berik und erinnert an die erfolgreichen VfL-Zeiten unter Lehrer Wolfgang Leifken.
Nach der Trennung von Spielertrainer Pascal Gromke im Herbst des vorigen Jahres coacht Berik übergangsweise den A-Ligisten. Er bleibt bis zum Sommer im Amt, dann wird er Co-Trainer von Fischer. Zur Erinnerung: Der VfL ist ambitioniert in die Saison gestartet, hat mittlerweile aber alle Chancen auf den Aufstieg in die Bezirksliga verspielt. Nach 16 Spieltagen überwintert die Truppe als Tabellen-Neunter – mit satten 20 Punkten Abstand auf Spitzenreiter Westfalia Wethmar. „Wir hoffen, dass wir in der nächsten Saison mal von Verletzungen verschont bleiben und wollen wieder oben mitspielen“, erklärt Berik. An der Kaderplanung ist dann auch Fischer beteiligt.
Der neue Mann hat in der Jugend bei Germania Hauenhorst und dem FC Eintracht Rheine gekickt. Bei den Senioren brachte es der defensive Mittelfeldspieler in Hauenhorst und beim SC Münster 08 bis zur Bezirksliga. Obwohl er noch längst nicht 40 ist, hat er schon lange Jahre Erfahrung als Trainer. Bereits mit 25 Jahren übernahm er, zunächst als Spielertrainer, Verantwortung. „Mir hat das immer schon Spaß gemacht, und ich habe zu der Zeit auch schon Lehramt studiert“, sagt Fischer.
Sechs Jahre coachte er die zweite Mannschaft von Münster 08 und dann vier Spielzeiten Germania Hauenhorst. Mit seinem Stammverein stieg er zwei Mal in die Bezirksliga auf. Im Mai 2011, noch vor dem Saisonende, trat er zurück. „Es war schon klar, dass ich am Saisonende aufhöre. Und es war schon klar, dass wir absteigen. Da haben es einige Spieler schludern lassen“, begründet Fischer seinen Schritt.
In der Rückschau sagt er: „Es waren vier schöne, aber auch vier intensive Jahre.“ Bewusst legte er dann eine Pause ein – auch, um mehr Zeit für seine Freundin und deren zwei Kinder zu haben.
Zwei Punkte waren für ihn ausschlaggebend, das Angebot des VfL Senden anzunehmen. „Es spielen einige ehemalige Schüler von mir beim VfL, und es ist ein Verein mit Perspektive“, erklärt Fischer. Er will versuchen, den Schulalltag und die Übungseinheiten im Sportpark so zu organisieren, dass er nicht an jedem Trainingstag zwei Mal die 60 Kilometer zwischen Rheine und Senden zurücklegen muss.
Den Kontakt zu dem Trainer hat VfL-Vorsitzender Gerd Buchholz aufgenommen. „Wir hatten zwei Eisen im Feuer und haben uns für Claus Fischer entschieden“, sagt Berik. „Wir finden ihn alle nett, und er besitzt die alte B-Lizenz. Wir wollten einen Mann, der modern trainieren und modern Fußball spielen lässt.“ Ein weiterer Pluspunkt für Fischer: „Er kennt einige Jugendspieler aus alten Schulzeiten. Das ist nicht schlecht“, so Berik.
