Handball
Mo., 20.02.2012
Bünde-Dünne wirft Fleck auf bisher blütenweiße Weste
Auch der gesundheitlich angeschlagene Justus Clausing blieb am Sonntag unter seinen Möglichkeiten.
Senden -
15 Mal in 15 Saisonspielen hatten die B-Junioren des ASV Senden gesiegt. Ein weiterer doppelter Punkterfolg gegen den Drittletzten hätte am Sonntag ausgereicht, um in heimischer Halle vorzeitig die Meisterschaft zu feiern. Doch der Außenseiter wuchs über sich hinaus und erzielte wenige Sekunden vor Schluss das 32:32.
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Die große Fete blieb aus. Eigentlich wollten die B-Junioren des ASV Senden, bisher verlustpunktfreier Spitzenreiter der Handball-Oberliga, am Sonntagnachmittag die lang erwartete Meisterschaft feiern. Doch die blieb in der Sendener Neuen Halle aus. Die SG Bünde-Dünne, Drittletzter in der Tabelle und im Hinspiel dem ASV-Nachwuchs mit 25:37 noch hoffnungslos unterlegen, schaffte mit dem 32:32 (16:16) nicht nur eine kleine Sensation, sondern entführten den Hausherren nach 15 Siegen auch den ersten Verlustpunkt auf der Saison.
„Die Jungs sind natürlich enttäuscht“, sagte Thomas Hammerschmidt, der die Truppe für Rainer Franetzki (im Urlaub) coachte, nach der Begegnung. Dass die Weste jetzt nicht mehr ganz so weiß ist wie bisher, bereitet jedoch weder dem Trainerstab noch den Spielern Sorgen. „Die Jungs brauchen noch einen Punkt“, schaut Hammerschmidt schon wieder nach vorne. Der letzte Zähler, und nach Möglichkeit natürlich noch ein weiterer obendrauf, soll am Samstag beim Dritten TG Hörste eingefahren werden.
Nur wenige Sekunden trennten den Ligaprimus am Sonntag vom Meisterschaftstriumph, dann erzielte Bünde-Dünne den Ausgleich. Dieser sei vollkommen verdient gewesen, so Hammerschmidt: „Die SG war viel stärker als im Hinspiel. Unsere eigene Leistung war dagegen schwach. Die Jungs haben es über 50 Minuten nicht verstanden, eine stabile Deckung aufzubauen. Eine offensive Deckung kann man nur spielen, wenn man die ganze Zeit bissig und wach ist. Und das hat einfach gefehlt“, so der Ersatzcoach.
In der ersten Halbzeit hatte der Favorit sogar kurz zurückgelegen, dann erspielte er sich einen Vorsprung, den er aber nie auf mehr als zwei Tore ausbauen konnte. Die Gäste kämpften weiter, ließen sich nicht abschütteln und warfen mit dem letzten Tor einen Fleck auf die blütenweiße Weste.
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