Lüdinghausen

Mo., 16.08.2010

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Bittere Lektion für Davaria

Einen Tick schneller: Der Herberner Dennis Kaminski (r.) trennt Rabah Benabdessalem vom Ball.Foto: (rau)
Von Ralf Aumüller

Davensberg - In den Vorbereitungsspielen hatte der SV Davaria Davensberg erfrischen Offensivfußball gezeigt. Der Ball lief gefällig durch die Reihen des völlig neu zusammengewürfelten Westfalenliga-Absteigers, vorne wirbelten und trafen Gunnar Weber und Rabah Benabdessalem. Die junge Truppe gab dem neuen Trainer Ismail Atalan allen Grund, optimistisch auf die Landesliga-Saison zu blicken.

Aber die Leistungen in der Vorbereitung sind nur bedingt ein Gradmesser für die Meisterschaft. Diese bittere Lektion lernten die Davaren am Sonntag im heimischen Waldstadion gegen den SV Herbern. Der Aufsteiger machte unter seinem neuen Coach Christian Bentrup da weiter, wo er zuletzt in der Bezirksliga aufgehört hatte. Die Blau-Gelben spielten souverän und gewannen hoch. Mit 4:0 (1:0) entführten sie zum Saisonstart alle drei Punkte aus der Davert.

Vier Tore waren deutlich zu viel, aber die Herberner siegten verdient. Abgeklärt von der ersten bis zur letzten Minute, kaltschnäuzig vor dem Davaria-Tor - so präsentierte sich der SVH im Dauerregen vor gut 400 Zuschauern. Weil rund eine Stunde vor dem Anpfiff der Regen einsetzte, dürften den Davensbergern einige Eintrittsgelder flöten gegangen sein.

Atalan konnte die zuvor angeschlagenen Tino Molowitz und Weber aufbieten. Kapitän und Innenverteidiger Molowitz war der einzige, der schon in der letzten Saison das Davaria-Trikot getragen hatte. Die Gastgeber leisteten sich, vor allem im ersten Durchgang, viele Fehlpässe. Sie haben im Mittelfeld exzellente Fußballer, aber 20 Meter vorm Herberner Kasten war meist Feierabend. Die beiden Stürmer Benabdessalem und Weber kamen fast gar nicht ins Spiel.

Anders die Gäste, bei denen das Zusammenspiel funktionierte. Das ehemalige Trainergespann Ralf Dreier und Holger Möllers saß auf der Tribüne. Beide hätten die Aufstellung im Schlaf aufsagen können, denn außer dem ehemaligen A-Junior Joachim Mrowiec spielte die Stammtruppe der Meistersaison.

Die Herberner nutzten die erste richtige Chance des Spiels zum 1:0 (22.). Mrowiec ließ mit einem Hackentrick Mirhat Atalan aussteigen und bediente Torschütze Simeon Uhlenbrock mustergültig. Die beste Davensberger Chance war ein 30-Meter-Knaller von Verteidiger Michel Eising, der knapp am Winkel vorbeiflog (28.).

Direkt nach der Pause scheiterte der gerade eingewechselte Rashid Hassanzadeh an SVH-Keeper Henning Schubert. Nach der anschließenden Ecke und einem Kopfball von Benabdessalem retteten die Herberner auf der Linie. Kurz danach traf Björn Christ nach einem Freistoß von Fabian Reckers zum 0:2 (52.). Die Davaren hatten zwei gute Chancen, bevor der freche Mrowiec einen Konter mit einem tollen Schuss zum 0:3 abschloss (68.). Eine Minute später sah Benabdessalem Gelb-Rot wegen Meckerns. Nachdem auch Kollege Vadim Kobozev wegen Ballwegschlagens die Ampelkarte bekommen hatte (85.), erhöhte wieder Uhlenbrock nach Vorlage von Mrowiec auf 0:4 (90.).

Davaria: Sandhowe - M. Atalan (46. Fetsch), Molowitz, Eising, Kobozev - S. Atalan (46. Hassanzadeh), Mahmoud, Busse, F. Atalan (60. Bensch) - Benabdessalem, Weber. SVH: Schubert - D. Wilcock, K. Wilcock, Christ, Reckers (74. Zilligen) - Kaminski, Brockmeier (82. Schütte), Närdemann, Bruland (76. Bozaci) - Uhlenbrock, Mrowiec. Tore: 0:1 Uhlenbrock (22.), 0:2 Christ (52.), 0:3 Mrowiec (68.), 0:4 Uhlenbrock (90.). BV: Gelb-Rot für Benabdessalem (69.) und Kobozev (85., beide Davaria). Beste Spieler: Eising / Christ, Mrowiec.


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