Lüdinghausen

Sa., 14.08.2010

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„Der Wille wird entscheiden“

Bangen um den Hoffnungsträger: Davarias Stürmer Gunnar Weber (l.) ist angeschlagen. Fotos: (rau)
Von Ralf Aumüller

Davensberg/Herbern - Lang, lang ist´s her, dass Davaria Davensberg und der SV Herbern in einer Liga spielten. Genau 18 Jahre. Am Sonntag, zum Auftakt der neuen Saison in der Fußball-Landesliga 5, endet diese Zeit. Der Anpfiff im Davensberger Waldstadion ertönt um 15 Uhr. Für die Fans in beiden Dörfern ist das ein feiner Start. Und für die beiden Trainer auch.

Ismail Atalan gibt sein Debüt an der Seitenlinie der Davaren, Christian Bentrup bei den Gelb-Blauen. „Natürlich ist man ein bisschen angespannt, das ist eine prickelnde Geschichte“, erklärt Bentrup. Davensberg ist aus der Westfalenliga abgestiegen, Herbern aus der Bezirksliga aufgestiegen. Einen Favoriten gibt es in dem Derby aber ganz sicher nicht. „Der Wille wird entscheiden“, vermutet Atalan.

Er hat sich den SVH zwei Mal angeschaut. „Die Mannschaft hat keine überragenden Fußballer, aber sie lebt von ihrer Geschlossenheit“, gibt er seinen Eindruck wieder. „Man merkt, dass da eine Mannschaft auf dem Platz steht, die eine Einheit bildet. Sie strahlt viel Positives aus.“

Bentrup konnte sich wegen seines Urlaubs kein Testspiel der Davaren ansehen, hat die Blau-Weißen aber beobachten lassen. Er weiß: „In der Offensive ist die Mannschaft sehr gut besetzt, auch die rechte Seite ist gut bestückt. Ich hoffe, dass unsere Offensivabteilung genügend Druck machen kann.“

Atalan setzt sich im Sportdress auf die Bank, will aber nicht von Anfang an spielen. Abwehrchef Tino Molowitz und Stürmer Gunnar Weber seien angeschlagen. „Ich glaube nicht, dass sie spielen können. Das würde uns sehr weh tun, aber wir haben genügend gute Fußballer, die das ausgleichen können“, meint der Davaria-Trainer. Ausgerechnet Molowitz hat´s erwischt, den letzten Mohikaner. Er ist der einzige Spieler aus dem Kader der vergangenen Saison. Die Aufstellung und Taktik, erklärt Atalan, richte sich ganz danach, ob Molowitz auflaufen könne.

Bentrup hat seine Elf im Kopf, will die Aufstellung aber nicht preisgeben. Das Duell um die Nummer 1 hat Neuzugang Henning Schubert gegen Sebastian Adamek gewonnen. „Beide sind sehr starke Torhüter, aber Henning hat die Nase etwas vorn. Er kann der Mannschaft mit seiner Erfahrung und Ausstrahlung sehr viel Ruhe geben“, begründet der Herberner Coach. Rückkehrer Benedikt Winkelmann ist angeschlagen und deshalb noch fraglich. Neuzugang Sina Habibivand hat die Freigabe bekommen. Ob er schon dabei ist, war am Freitag noch unklar.


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