Lüdinghausen

Mi., 10.03.2010

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Ende eines Kurzzeit-Abenteuers

Dieses Bild gehört nun der Vergangenheit an. Die Spielerinnen der SG Senden/Bösensell - hier vor ihrem ersten Verbandsliga-Spiel gegen Union Lüdinghausen 2 - treten ab der kommenden Saison wieder getrennt für ASV und SV an.Foto: (chrb)
Von Christian Besse

Senden - Nach nur einem Jahr hat sich die Spielgemeinschaft der Volleyballfrauen aus den Reihen des ASV Senden und des SV Bösensell wieder aufgelöst. Das Ende der SG war vor allem ein Wunsch der Bösenseller. Nur Annika Schwabe und Sima Schöning, die bisher in der ersten Auswahl der SG gespielt hatten, hätten verbindlich zugesagt, auch in der kommenden Saison in Senden trainieren und spielen zu wollen, so die Volleyball-Abteilungsleiterin des SV Bösensell, Susanne Goerlich. „Und das ist keine Basis.“

Insgesamt acht Frauen aus den Reihen des SV Bösensell waren in der vergangenen Saison in den ersten beiden Mannschaften der SG eingesetzt worden. Im Verbandsliga-Team spielten neben Schwabe und Sima Schöning deren Schwester Sarah, Christina Wienker, Jennifer Fugmann und Ulrike Burmester. Ebenso viele Spielerinnen waren aus den Reihen des ASV in den SG-Kader gewechselt - wobei Alexandra Kordes nach ersten Einsätzen aufgrund eines in Köln aufgenommenen Studiums das Team verlassen musste. Dafür stieß die Senderin Anna Schulte-Döinghaus nach einem Auslandsaufenthalt zu Beginn der Hinrunde dazu.

Sportlich war die Spielgemeinschaft vor allem aus Sendener Sicht kein Erfolg. In der Verbandsliga verfehlte die erste Mannschaft ihr Saisonziel, Platz drei, und landete vier Ränge tiefer im unteren Mittelfeld. „Diese Mannschaft hätte oben mitspielen müssen“, zieht Trainer Suha Yaglioglu Bilanz. „Wir haben unser Ziel nicht erreicht.“

Was aber weniger auf das Zusammenspiel mit den Bösensellerinnen als auf das Verletzungspech zurückzuführen ist, das vor allem in der Hinrunde die Truppe von Yaglioglu heimsuchte. Die Folge: Für die Mannschaft setzte es eine empfindliche Niederlage nach der anderen, bevor sie - bis auf Kordes nun in voller Personalstärke - gegen Ende der Spielzeit vier Siege in Folge feiern konnte.

Kein Happy End gab es für das zweite SG-Team. Die Landesliga-Mannschaft stieg - ebenso wie die fast nur mit C-Juniorinnen besetzte, erste reine ASV-Mannschaft - in die Bezirksliga ab. Dort will der SV Bösensell nun einen Neuanfang im Jahr eins nach der SG starten. Allerdings mit erheblichen Personalsorgen, so Susanne Goerlich. Die Suche nach Spielerinnen habe in Bösensell gerade erst begonnen.

Der ASV knüpft in der kommenden Saison dort an, wo er am Ende der Saison 2008/09 aufgehört hat. Auch in der kommenden Spielzeit wird Suha Yaglioglu die weiter in der Verbandsliga pritschenden und baggernden Sendenerinnen betreuen.

Wolfgang Voosholz, Vorsitzender der ASV-Volleyballvorstandes, betont die „friedliche Trennung“ von den Bösensellerinnen, lässt aber auch durchblicken, dass diese ihm aus sportlichen Gründen nicht übermäßigen Herzschmerz verursacht: „Wahrscheinlich sind die Bösensellerinnen nicht bereit, den hohen Aufwand zu betreiben, den wir hier in Senden leisten“, vermutet Voosholz. Was den ASVer mit SV-Abteilungsleiterin Goerlich wiederum verbindet, ist die nachträgliche Einschätzung des Kurzzeit-Abenteuers Spielgemeinschaft: „Sie ist nicht so sinnvoll gewesen, wie wir uns das vorgestellt hatten“, so der Sendener.


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