Lüdinghausen
Mo., 31.05.2010
Große Party im Waldstadion
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Davensberg - Herrliche Szenen im Waldstadion: Die Fußballer in den blauen Trikots machten vor der Tribüne den Diver, und die Zuschauer klatschten und johlten begeistert. Es spricht für den SV Davaria, dass auch nach dem letzten Spiel dieser rabenschwarzen Saison gefeiert wurde. Der Abstieg nach 15 Jahren in der Westfalenliga, ehemals Verbandsliga, steht zwar schon lange fest, aber Grund zur Freude gab es am Sonntag trotzdem. Die Davaren schafften gegen den Hövelhofer SV mit 2:1 (0:1) den zweiten Sieg in dieser Spielzeit.
Die Zeremonie vorm Spiel, bei der die Abgänge verabschiedet werden, dauerte in diesem Jahr etwas länger. Der Kader fällt nahezu komplett auseinander. Neben Spielertrainer Heiko Ueding (zum Bezirksligisten FC Nordkirchen) verlassen alle Spieler den Klub. Mit einer Ausnahme: Beim Neuaufbau in der Landesliga unter Trainer Ismail Atalan hilft Tino Molowitz mit. Der Verein hat einen Antrag auf Eingruppierung in die Staffel 4 mit Nottuln, Dülmen und den Münsteraner Mannschaften gestellt.
Molowitz war Kapitän einer Truppe, die sich nach 15 Jahren ordentlich aus dieser Klasse verabschieden wollte. Das war vom An- bis zum Abpfiff zu spüren. Auch wenn spielerisch längst nicht alles klappte, verdienten sich die Davaren den Sieg redlich.
Schon in der zweiten Minute stand Stürmer Sebastian Hänsel allein vorm Hövelhofer Keeper, der mit einer Fußabwehr das 1:0 verhinderte. Die Hausherren zeigten viele gute Angriffe, im Strafraum passierte aber nicht mehr viel. Wenn die Gäste mal nach vorne kamen, wurde es gleich gefährlich. Nach einem schulmäßigen Konter traf Sven Zimmermann kurz vor der Halbzeit zur schmeichelhaften Führung für den HSV (41.).
Direkt nach der Pause ging ein Schuss vom Davensberger Abwehrspieler Christoph Wisse knapp daneben. Gut 20 Minuten vor dem Ende kam Partystimmung auf. Erst wurde Torwart André Alter nach seiner Auswechslung gefeiert. Nach acht Jahren verlässt er den Verein. Dann staubte Hänsel nach einem Schuss von Molowitz zum 1:1 ab (74.). Zwei Minuten später traf Paul Lolaj nach einer Ecke von Ousseni Labo und Vorarbeit von Nico Haverkamp zum umjubelten 2:1.
Ueding blieb ein Tor versagt. Als der Schiedsrichter nach einem Foul an Labo in der Schlussminute auf den Elfmeterpunkt zeigte, zierte sich der Coach zunächst. „Tino Molowitz ist eigentlich unser Elferschütze“, erklärte Ueding später. Die Zuschauer skandierten aber lautstark „Heiko, Heiko“. Also ging der 40-Jährige zum Punkt - und scheiterte an HSV-Keeper Patrick Klein. „Der war schwach geschossen“, erkannte Ueding richtig. Schlimm war das an diesem Tag aber nicht. „Das war ein schöner Abschluss, wir haben verdient gewonnen“, meinte Ueding.
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