Lüdinghausen

Do., 02.09.2010

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Hammerharte Eisenmänner

Noch völlig entspannt: Peter Weiß (l.) und Bernd Mevenkamp vorm harten Ironman in Almere.

Lüdinghausen - Bernd Mevenkamp und Peter Weiß sind erfahrene Ausdauersportler. Nach ihrem Start beim Triathlon im niederländischen Almere waren sich die Lüdinghauser einig: Wenn ein Wettkampf den Titel Ironman verdient habe, dann dieser. „Selbst Hawaii war dagegen eher ein Kindergeburtstag“, erklärte Weiß nach dem Schwimmen über 3,8 km, dem Radfahren über 180 km und dem Marathon.

Mevenkamp nahm seine zehnte Teilnahme bei diesem Wettkampf in Angriff, Weiß das zweite Finish nach 1997. Das Rennen sollte angesichts der Wetterkapriolen eines der härtesten in der 28-jährigen Ironman-Geschichte von Almere werden. Der Wettkampf wurde um 7.30 Uhr mit dem Schwimmen gestartet. Weiß (1:04 Stunden) und Mevenkamp (1:05 Stunden) kamen kurz hintereinander aus dem Wasser. „Diese Disziplin war auch die angenehmste“, meinte Weiß. „Nasser konnten wir nicht mehr werden, trockener aber auch nicht.“

Der Regen hatte bereits beim Schwimmen eingesetzt. Beide Lüdinghauser hatten eine lange Wechselzeit, da sie alles anzogen, was der Wechselbeutel hergab. Die Radstrecke, eigentlich ein flacher und daher schneller Kurs, erwies sich als äußerst anspruchsvoll. Durch heftigen Regen, Gewitter, Hagelschlag, Blitz und Donner und nicht zuletzt durch den Wind wurden die Teilnehmer ordentlich ausgebremst. Viele mussten ihrer zu dünnen Kleidung Tribut zollen und unterkühlt aufgeben oder stürzten. Weiß  passierte das nicht, er brachte die 180 km in 5:14 Stunden hinter sich. Auch Mevenkamp war mit seinen 6:08 Stunden zufrieden.

Der zweite Wechsel war wegen der eiskalten Hände, Beine und Füße ebenso langwierig wie der erste. Beim anschließenden Marathonlauf tauten die Athleten langsam wieder auf. Weiß lief nach 3:24 Stunden ins Ziel, Mevenkamp nach 3:53 Stunden. Weiß brachte es in der Gesamtwertung mit 9:56 Stunden in der Altersklasse 40 auf Platz 8, Mevenkamp kam mit 11:31 Stunden in der Altersklasse 50 auf Rang 12.

Immerhin war Weiß mit fünf Minuten nur unwesentlich langsamer als bei besten Bedingungen 1997. Auch Mevenkamp hatte an seiner persönlichen Bestleistung gekratzt. „Wir sehen uns beide eher als Schön-Wetter-Triathleten. Bei guten Bedingungen wäre noch einiges mehr drin gewesen“, bilanzierte Weiß. „An diesem Tag war jedoch Durchbeißen und eiserner Wille gefragt. Die Zeit ist zweitrangig, mussten wir doch allein circa zehn Minuten im Wechselzelt verschenken.“


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