Lüdinghausen
Mo., 29.03.2010
Union liefert großen Kampf
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Lüdinghausen - Seit 2002 spielt der SC Union Lüdinghausen in der Badminton-Bundesliga. In der aktuellen Saison, acht Jahre später, ist der Verein zum ersten Mal in die Play-Offs eingezogen. Das lange Warten hat sich gelohnt. Union lieferte dem haushohen Favoriten BC Beuel am Wochenende einen großen Kampf. Erwartungsgemäß verpasste die Mannschaft den Sprung ins Finale um die Deutsche Mannschafts-Meisterschaft, aber sie ärgerte den Titelkandidaten aus Bonn. Nach der 2:6-Niederlage am Samstag in der ehemaligen Bundeshauptstadt gewann Union das Rückspiel am Sonntag in der Halle des St.-Antonius-Gymnasiums mit 5:3. Auch wenn Beuel dabei zwei Matches wegen Verletzungen freiwillig abgab - die Lüdinghauser verabschiedeten sich ehrenvoll aus der Spielzeit 2009/10.
Wer vor dem Gastspiel des SCU am Samstag beim Tabellenersten der Normalrunde die Höchststrafe befürchtet hatte, konnte sich beruhigen. Union gewann drei Partien. Im Dameneinzel setzte sich Karin Schnaase in drei Sätzen gegen die Englische Meisterin Elizabeth Cann durch. Vladislav Druzhchenko siegte im dritten Herreneinzel gegen Canns Landsmann Carl Baxter ebenfalls in drei Sätzen.
Es wäre sogar noch ein dritter Erfolg für den Gast möglich gewesen, denn im zweiten Herrendoppel verloren Kristian Karttunen und Jan-Sören Schulz erst nach drei Sätzen gegen die Engländer Anthony Clark und Rajiv Ouseph. Alle anderen Partien musste der Tabellenvierte der Normalrunde in zwei Sätzen abgab.
Das zweite Duell einen Tag später in der Steverstadt war kurios - und sehr spannend. Die Partie begann schon um 13 Uhr. Wer sich beim Mittagessen beeilt hatte und rechtzeitig in der Halle war, hatte alles richtig gemacht. Denn gleich die ersten beiden Matches hatten es in sich.
Sowohl das erste Herrendoppel als auch das Damendoppel gingen in den dritten Satz. Die Unionisten Druzhchenko und Westermeyer verloren im entscheidenden Durchgang mit 21:23 gegen Ingo Kindervater und Marc Zwiebler. „Das ist wie eine Lotterie. Am Ende entscheidet ein einziger Fehler“, sagte der Ukrainer Druzhchenko. Schnaase und Carina Matte verloren den ersten Satz klar, gewannen aber die beiden folgen Durchgänge. „Nach dem ersten Satz hätte ich nicht gedacht, dass noch etwas geht“, erklärte Mette. „Dann macht man zwei, drei Punkte - und das Selbstvertrauen ist zurück.“
Das zweite Herrendoppel mussten Schulz/Karttunen zwar in zwei Sätzen abgeben, aber Union erhielt die Punkte im Dameneinzel (Schnaase) und im Mixed (Westermeryer und Laura Ufermann) kampflos, weil Cann und Birgit Overzier wegen Verletzungen abwinken mussten. Es stand 3:2 für Union.
Die Halle stand Kopf, als der Belgier Yuhan Tan mit einem großen Kämpferherz im Spitzeneinzel den Deutschen Meister Zwiebler bezwang. Zwiebler hatte im Duell der Linkshänder allerdings den ersten Satz gewonnen. Damit war klar, dass Beuel aufgrund des besseren Satzverhältnisses auf jeden Fall ins Endspiel einziehen würde.
Zum Abschluss verlor im zweiten Herreneinzel Karttunen gegen Ouseph, ehe Druzhchenko im dritten Einzel gegen Baxter siegte. Damit war das 5:3 für Union perfekt.
Die Halle war übrigens sehr gut gefüllt, aber auch nicht mehr als bei einem interessanten Bundesliga-Spiel. Die Zuschauer, die gekommen sind, dürften Appetit bekommen haben auf noch mehr Play-Off-Partien.
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