Lüdinghausen

Do., 24.06.2010

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Wut und Freude über Ligen

Zuletzt trafen sie im Kreispokal aufeinander - nun konkurrieren Absteiger Davaria Davensberg (mit Tino Molowitz, vorn) und Aufsteiger SV Herbern (mit Björn Christ und Simeon Uhlenbrock, hinten) in der Landesliga 5.Foto: (rau)
Von Christian Besse

Bezirk Lüdinghausen - Kopfschütteln und Freude hat die neue Staffeleinteilung oberhalb der Kreisligen bei den heimischen Fußballvereinen ausgelöst. Während Westfalenliga-Absteiger Davaria Davensberg Fahrten bis ins Sauerland statt ins nahe gelegene Münster bevorstehen, freuen sich die Ascheberger: Sie werden in der kommenden Saison Lokalderbys gegen Union Lüdinghausen und Fortuna Seppenrade austragen.

„Das ist enttäuschend“, sagt Ismail Atalan, der neue Trainer von Davaria Davensberg, dessen Team in der Landesliga 5 unter anderem bei den nahe gelegenen Vereinen Eintracht Heessen und SV Herbern auflaufen muss, aber eben auch beim SSV Meschede und beim TuS Sundern. „Wir wären lieber in die Landesliga 4 gekommen, wegen der Derbys gegen die münsterischen Mannschaften“, so Atalan. „Da verstehe ich auch den Verband nicht“, sagt der Coach mit Verweis auf den SV Zweckel, der statt der Davensberger nun in der vierten Staffel kickt, obwohl der Gladbecker Verein den Wunsch geäußert hatte, lieber in der dritten, im Ruhrgebiet verankerten Staffel zu spielen.

Freude empfindet wiederum Christian Bentrup, neuer Trainer beim SV Herbern. Sein Team steigt aus der Bezirksliga 8 auf - in eben jene Landesliga-Staffel, in der auch die Davaria spielt. „Mir persönlich ist es lieber, wenn wir in der 5 spielen“, sagt der Nachfolger von Ralf Dreier. Kein Wunder, denn der neue SVH-Coach lebt in Hamm und kennt viele Mannschaften aus der Region, gegen die die Herberner werden antreten müssen. Die Entfernungen sieht Bentrup nicht als Problem: „Es wird nur drei oder vier Spiele geben, wo man lange Fahrten hat.“

Mit längeren Fahrten wird sich auch TuS Ascheberg abfinden müssen, dies aber sicherlich gerne. Denn sie sind zwangsläufig mit dem Aufstieg von der Kreisliga A verbunden. Die Truppe von Reinhard Töller hat es wunschgemäß in die Bezirksliga 11 verschlagen. Dort stehen Auftritte in Gronau und Borken bevor, aber auch Derbys gegen Union Lüdinghausen und Fortuna Seppenrade. Vor allem darauf freut sich Töller, der von der Staffeleinteilung am Dienstagabend durch eine SMS von Oliver Gellenbeck, Sportlicher Leiter beim TuS, erfahren hat.

Umgekehrt freut man sich auch in Lüdinghausen und Seppenrade auf Ascheberg, und zwar nicht etwa, weil man den Aufsteiger als Kanonenfutter ansähe: „Ascheberg dürfte keine Probleme haben, die Klasse zu halten“, sagt etwa Union-Trainer Uli Leifken. „In der Mannschaft steckt Potenzial.“ Noch besser als der TuS ist Leifken die Truppe von Schwarz-Weiß Havixbeck vertraut, der aus der Kreisliga Ahaus/Coesfeld aufgestiegen ist. Denn die Mannschaft aus den Baumbergen hat Leifken selbst vier Jahre lang trainiert, bevor er zur Saison 2005/06 zu Union wechselte.

Auch Lars Heimann, Fußball-Obmann bei Fortuna Seppenrade, blickt den zwei zusätzlichen Derbys in Ascheberg und an der Reckelsumer Straße mit Spannung entgegen: „Der TuS ist ein netter Verein. Mit den Leuten kommt man gut klar, und es werden sicher sehr interessante Matches.“ Wobei Heimann nicht nur den Derbycharakter meint: Denn Fortuna und TuS werden wohl eher als Union um den Klassenerhalt konkurrieren.

Wie ihre männlichen TuS-Kollegen sind auch die Frauen des SV Herbern als Kreisliga-Meister in die Bezirksliga aufgestiegen. In der Frauen-Staffel 4 spielen sie nun in der Region rund um Dortmund, Lünen und Hamm. Weiterhin in der Bezirksliga-Staffel 5 kicken die Frauen von Fortuna Seppenrade, müssen sich aber teilweise ebenfalls mit neuen Gegnern auseinandersetzen wie den Aufsteigern SW Röllinghausen, RW Dorsten, FC Marbeck und dem aus der Staffel 6 umgruppierten FC Oeding.


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