Lüdinghausen

Do., 11.06.2009

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Zurwonne verlässt Union

Josche Zurwonne (r.) spielte zwei Jahre lang an der Seite von Doppelpartner Hendrik Wes­termeyer in der Bundesligamannschaft von Union Lüdinghausen. Foto: (rau)
Von Christian Besse

Lüdinghausen - Badmintonspieler Josche Zurwonne wechselt von Bundesligist Union Lüdinghausen zum deutschen Vizemeister SG EBT Berlin. Der 20-jährige gebürtige Lüdinghauser ist ein Eigengewächs von Union und spielt seit zwei Jahren in der Bundesliga-Mannschaft von Union.

Zurwonne sieht in dem Wechsel zur SG Chancen, sich sportlich weiterzuentwickeln. „Ich spiele jetzt nicht mehr mit Union gegen den Abstieg, sondern habe nun Weltklassespieler an meiner Seite“, begründete der Lüdinghauser seinen Schritt. „Ich spiele jetzt um die Deutsche Meisterschaft mit. Ich weiß nicht, wie oft man eine solche Chance bekommt.“

Union Lüdinghausen, das seit dem Bundesliga-Aufstieg 2002 fast in jedem Jahr in den Play-Downs um den Klassenerhalt spielte, landete Ende der vergangenen Saison und nach der freiwilligen Abmeldung von Fortuna Regensburg vom Spielbetrieb auf dem sechsten Tabellenplatz.

In den Reihen der Berliner, die sich erst im Finale dem 1. BC Bischmisheim geschlagen geben mussten, spielt auch die ehemaligen Lüdinghauserin Juliane Schenk, die 2005 von der Stever an die Spree wechselte. Darüber hinaus greifen unter anderem der Malaysier Wong Choong Hann und die mehrfache deutsche Einzel- und Doppelmeisterin Nicole Grether zum Schläger.

Trotz der größeren sportlichen Perspektive scheidet Josche Zurwonne, der zurzeit am Badminton-Leistungsstützpunkt in Saarbrücken trainiert, mit einem weinenden Auge von seiner sportlichen Heimat: „Seitdem ich den Schläger halten kann, spiele ich für Union. Ich habe dem Verein alles zu verdanken. Es war eine wunderschöne Zeit.“

Unions Teamchef Michael Schnaase bedauert den Weggang. „Das ist natürlich sehr schade. Er ist ein talentierter Nachwuchsspieler“, sagt Schnaase. „Natürlich hätten wir ihn sehr gerne behalten. Andererseits kann Berlin ganz andere Möglichkeiten bieten als Lüdinghausen. Wir wollen Josche keine Steine in den Weg legen und wünschen ihm alles Gute.“

Sportlich reiße der Weggang von Zurwonne, der für Union im Herrendoppel zum Einsatz kam, keine Lücke, die der jetzige Union-Kader nicht von sich aus füllen könne, so Schnaase. Daher werde der Verein auch keine Neuverpflichtung vornehmen, um Josche Zurwonne zu ersetzen. „Wir haben im Verein etliche gute Doppelspieler, sodass wir deshalb nicht in Abstiegsgefahr geraten werden.“


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