Lüdinghausen
Fr., 11.12.2009
Zwischen Stethoskop und Schläger
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Lüdinghausen - „Wenn wir den vierten Platz halten können, wäre das natürlich super. Die Chancen sind gar nicht so schlecht nach der Hinrunde.“ Laura Ufermann, Badminton-Spielerin bei Bundesligist Union Lüdinghausen und gemeinsam mit Mannschaftskollege Hendrik Westermeyer Deutschlands Nummer eins im Mixed, ist vor Beginn der Rückrunde am morgigen Samstag zuversichtlich, dass Union erstmals nach dem Aufstieg 2002 den Sprung in die Play-Offs schaffen kann.
Auch mit ihrer eigenen sportlichen Leistung in der Hinrunde ist die 24-jährige Krefelderin zufrieden. „Vor zwei Jahren war meine Bilanz richtig gut, im vergangenen Jahr war sie ziemlich grottig“, meint Ufermann selbstkritisch. „Ich glaube, es ist einfach eine Sache des Selbstvertrauens.“
Acht Mal stand sie bisher in dieser Saison am Netz. Neben den sieben Mixed-Einsätzen spielte sie zuletzt in Bischmisheim für die angeschlagene Karin Schnaase im Damendoppel. Vier Siege hat sie gemeinsam mit Mixed-Partner Westermeyer auf dem Konto. Nur einmal musste das Paar in einen dritten Satz. In der heimischen Antonius-Halle drehte das Duo gegen den VfL Hamburg nach verlorenem ersten Satz das Spiel und gewann noch souverän.
Im Gegensatz zu den meisten ihrer Mannschaftskollegen, die täglich mehrere Stunden trainieren, übt Laura Ufermann nur noch „ein bis zwei Mal in der Woche“ mit Schläger und Federball. „Mein Körper macht das nicht mehr so mit“, sagt die 24-Jährige, die in der Vergangenheit mehrere Verletzungen unter anderem an der Schulter erlitt. Vor allem aber steht sie vor dem Ende ihrer beruflichen Ausbildung.
Ufermann ist angehende Ärztin, studiert im elften Semester Medizin an der Universität Essen und absolviert zurzeit ihr praktisches Jahr in Velbert. In welchem Bereich sie künftig behandeln und heilen will, hat sie noch nicht endgültig entschieden - „entweder Allgemeinmedizin oder die psychosomatische Richtung“, antwortet sie auf die Frage nach dem zukünftigen Berufsfeld.
Dass der sportliche Kampf von Union Lüdinghausen um einen Platz unter den besten vier Mannschaften Deutschlands nicht unter ihrer Ausbildung leiden soll, steht jedoch fest. Gemeinsam mit Hendrik Westermeyer, mit dem sie jetzt im dritten Jahr zusammen am Netz steht, ist Laura Ufermann im Mixed fest gesetzt. Seit vier Jahren spielt die Krefelderin im Bundesliga-Team von Union, davor schwang sie drei Jahre den Schläger für die zweite Mannschaft in der Regionalliga.
Und ihre Verbundenheit mit dem Lüdinghauser Verein hält an. Noch mindestens bis zum Ende der Saison 2010/11 will Ufermann Bundesliga spielen. Denn - Schulter hin, Ärztin her: „Ohne Badminton geht es nicht.“
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