Viertelfinale im HVW-Pokal
Fr., 17.02.2012
Pokalschlager ohne Druck
Konzentrieren, durchpusten, alles reinwerfen: Auf Frank Scheele und seine Teamkollegen wartet ein heißer Tanz.
Senden -
In der Meisterschaft sind die Handballer des ASV Senden fast immer Favorit. Im Verbandspokal ist das ganz anders. Zu Gast im Sportpark ist Drittligist VfL Eintracht Hagen.
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Der Spielplan in Meisterschaft und Pokalwettbewerb meint es gut mit den Handballern des ASV Senden. Am Sonntag büßten sie mit der 23:30-Niederlage in Steinhagen die Tabellenführung in der Verbandsliga ein. Mit diesem kleinen Rückschlag im Aufstiegsrennen müssen sie sich aber nicht lange aufhalten. Nur fünf Tage später stehen sie vor einer ganz anderen Herausforderung. Um 20 Uhr erwartet der ASV am heutigen Freitag im Viertelfinale des HVW-Pokals in der Neuen Halle im Sportpark den Drittligisten VfL Eintracht Hagen.
Eine Herausforderung, die das Team ohne Druck angehen kann. „Wir gehen schön als Außenseiter in die Begegnung. Das haben wir in dieser Saison ja auch nicht so oft“, erklärt ASV-Trainer Diethard von Boenigk. „Wir werden das Spiel genießen und hoffen auf viele Zuschauer.“ Das Publikum wollen die Sendener mit einer engagierten Leistung unterhalten. Ob das für eine Überraschung reicht, bleibt abzuwarten. „Wenn nicht“, meint der Coach, „ist das auch nicht schlimm.“
Die Hagener werden seit Anfang des Jahres von Khalid Khan trainiert, der vor Jahren auch schon mal Sendener Talente ausgebildet hat. Er kündigt an, nur mit einem Rumpfteam antreten zu können. Von Boenigk schöpft daraus keine Hoffnungen. Er sagt: „Wie man den Kollegen Khan kennt, werden die das Spiel ernsthaft angehen. Der Gegner spielt immerhin zwei Klassen höher, da gibt es Unterschiede in Athletik, Tempo und Ballgeschwindigkeit.“
Eigentlich sind es nur eineinhalb Klassen Unterschied. Der ASV spielt in der Verbandsliga ganz oben mit, die Eintracht in der 3. Liga West als Drittletzter gegen den Sturz in die Oberliga. „Die wollen sich bei uns bestimmt Selbstvertrauen holen für die Aufgaben im Abstiegskampf“, vermutet von Boenigk. Er hat sich auf den VfL Eintracht vorbereitet. Einige Spieler aus Hagen kennt er noch, zudem hat er „ein bisschen telefoniert“ und Videoaufnahmen gesichtet. „Aber wenn wirklich der halbe Kader fehlt, bringt das ja nicht viel“, sagt der ASV- Coach.
Bei den Sendenern fehlt nur Alexander Seitz. Seine Meniskusverletzung muss er wohl operieren lassen. Damit dürfte der Rückraumspieler nicht nur den Pokalschlager, sondern auch den Großteil der Rückrunde verpassen.
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