Floorball: Sechs Nationalmannschaften am Berg Fidel
Mi., 25.01.2012
Münster setzt Trends
Münster -
Deutschland erlebt eine Premiere, und Münster ist Schauplatz dieser Uraufführung. Vom kommenden Mittwoch (1. Februar) bis Sonntag (5. Februar) wird in der Sporthalle Berg Fidel die Qualifikation für die Herren-Weltmeisterschaft im Floorball ausgetragen. Es gibt einen nachvollziehbaren Grund, weshalb der „Floorball Verband Deutschland“ gerade Münster mit der Ausrichtung dieses hochkarätigen Turniers beauftragt hat. „Nordrhein-Westfalen, speziell auch Münster, verzeichnet einen großen Zuwachs in dieser Sportart. Deshalb sollen die Fans in der Region Spiele auf einem Top-Niveau zu sehen bekommen“, erläutert Mathias Liebing, zuständig für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit beim nationalen Floorball-Verband.
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Neben Deutschland bewerben sich die Nationalmannschaften Norwegens, Dänemarks, Frankreichs, Belgiens und Spaniens um einen Startplatz für die Weltmeisterschaft, die Ende des Jahres in Zürich und Bern ausgetragen wird. Die Sporthalle Berg Fidel wird ab kommendem Mittwoch ganz im Zeichen dieser dynamischen Ballsportart, die als eine Mischung aus Feld- und Eishockey umschrieben werden kann, stehen.
Natürlich bezieht das Spiel mit dem kleinen gelochten Plastikball seinen Reiz aus dem sportlichen Vergleich der sechs Nationalmannschaften, von denen sich der Erste und Zweite direkt für die WM-Endrunde in der Schweiz qualifizieren werden. „Münster hat auch deshalb den Zuschlag bekommen, weil die Menschen aufgeschlossen sind für neue, aufstrebende Sportarten“, sagt Liebing.
Seine Einschätzung beruht auf jüngsten Erhebungen, die tatsächlich einen schwunghaften Anstieg ausweisen. So verzeichnete die Floorballgruppe des Hochschulsports an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Beginn des Wintersemesters einen Mitgliederzuwachs von 70 Aktiven. Ganz im Trend dieser Entwicklung liegt der Westfälische Floorball Club, der Münsters Farben in der 2. Liga vertritt, sowie die Floorball-Abteilung von BW Aasee. „In beiden Vereinen wird gute Arbeit geleistet“, betont Liebing.
Hotspot der nationalen Floorball-Szene ist Sachsen-Anhalt, wo 1348 Mitglieder in 23 Vereinen ihrem Hobby auf dem 40 mal 20 Meter großen Hallenparkett frönen. Nicht zuletzt deshalb bedachte der Weltverband im vergangenen Jahr die 41 000 Einwohner zählende Stadt Weißenfels mit der Austragung der U-19-Weltmeisterschaft. „Während der fünf Turniertage kamen 15 000 Zuschauer“, verkündet der Marketingchef des nationalen Dachverbandes.
Wie groß die Resonanz in der kommenden Woche sein wird, lässt sich noch nicht absehen. Allerdings rühren die Veranstalters in Schulen und Jugendeinrichtungen kräftig die Werbetrommel. Schließlich bietet Münster beste Voraussetzungen, um sich in der Floorball-Szene zu etablieren.
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