Münsterische Paare zeigen ihr Können / Foppe und Döhring auf Rang vier
Mo., 20.02.2012
Klassiker über dem Standard
Stark, aber nicht stark genug: Sebastian Foppe und Valerie Döhring landen beim Residenz-Turnier auf dem vierten Rang.
Münster -
Es ist ja nicht so, dass Tänzer etwas Unerwartetes auf dem Parkett tun. Sie tanzen halt. Bei richtigen Turniertänzern allerdings verhält es sich dann doch etwas anders. Sie vollführen Bewegungen, die sich ein, um es salopp zu sagen, hüftsteifer Mensch und auch einer, der halbwegs rhythmisch-veranlagt ist, nicht einmal im Entferntesten vorstellen kann.
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Am Samstag fanden sich bei der Residenz in Hiltrup zahlreiche Paare ein, um in den Wertungsklassen A und B, Standard und Latein ihre Besten zu ermitteln. Mit dabei auch die münsterischen Paare André Weiss mit Anna Katharina Wicher und Christian Kubica mit Anna Lena Baier (Standard B) sowie Johannes Sitnikow mit Jana Shpigalter und Sebastian Foppe mit Valerie Döhring (Latein A).
Die Konkurrenz beim Frühjahrsklassiker an der Hansestraße in Hiltrup war groß; selbst Paare aus Frankfurt und Stuttgart fanden den Weg in die Residenz-Halle. „Von der Menge her hätten es natürlich etwas mehr Teilnehmer sein können – qualitativ ist das Feld aber sehr gut besetzt“, sagt Residenz-Pressesprecherin Elisabeth Striegan-Böhm.
In der unteren Wertungsklasse Standard B sorgten Kubica/Baier für eine kleine Überraschung und belegten den dritten Rang – verpassten den zweiten Platz sogar nur um Haaresbreite. „Ein schönes Ergebnis für die beiden“, so die Einschätzung von Striegan-Böhm. Unter der Kategorie „Erfahrung sammeln“ verbuchte das neu formierte Paar Weiss/Wicher den sechsten Rang in dieser Kategorie.
Mit besten Erfolgsaussichten gingen die Lateinformationen Foppe/Döhring und Sitnikow/Shpigalter an den Start der national zweithöchsten Wertungsklasse A. In der Reihenfolge Samba, Cha Cha Cha, Rumba, Paso Doble und Jive präsentierten sie sich den Kampfrichtern.
Sie ließen es schwebend und leicht, mitunter aber auch artistisch, athletisch – einfach formvollendet – aussehen. Offenbar jedoch nicht immer nach dem Geschmack der Unparteiischen. Am Ende belegten die Paare der Residenz die Ränge 4 und 5. „Wir hatten uns schon ein bisschen mehr ausgerechnet“, sagte Foppe. „Vielleicht haben die Kampfrichter bei uns einfach ein paar Fehler mehr gesehen.“
Den Weg in die nationale Spitze ließ sich Münsters Lateinformation Nummer eins von diesem Ergebnis gleichwohl nicht abspenstig machen. Weit mehr als die Hälfte der zum Aufstieg benötigten Punkte sind bereits gesammelt – mit lateinamerikanischer Lässigkeit klappt es vielleicht schon in diesem Jahr.
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