Residenz Münster bringt sehr erfolgreiche Jugendabteilung für lateinamerikanische Tänze an den Start
Do., 16.02.2012
Latein kann auch Spaß machen
In der Schule kann Latein mitunter sehr langweilig sein. Auf der Tanzfläche sieht das ganz anders aus, finden die jungen Tänzer der Residenz Münster.
Münster -
Ein paar Sekunden nur schallt die Melodie aus den Boxen, dann schon setzen sich die jungen Tänzer taktsicher und intuitiv in Bewegung, gleichartig wie auf einen geheimen Befehl hin, drehen die Sechs- bis Zwölfjährigen im Gruppenrhythmus ihre Runden. Seit etwa einem halben Jahr gibt es die lateinamerikanische Jugendtanzgruppe bei der Residenz Münster.
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Zusammen mit ihrem Trainer Sebastian Foppe wechselten die jungen Latinos von Ibbenbüren in die Tanzsporthalle an den Hafenweg in Hiltrup. „Wir hatten in Ibbenbüren keine Chance mehr zu trainieren – wir sind sehr froh, die Lösung mit der Residenz gefunden zu haben“, sagt der Tanzlehrer. Zusammen mit den Residenztrainern Susanne und Michal Stukau unterrichtet Foppe die Kinder je nach Alter und Können in Cha Cha Cha, Rumba, Salsa, Jive und Paso-Doble. Das Programm ist zu Beginn ihrer Tanzkarriere bewusst schmal gehalten – ein Basisrepertoire, das Element für Element erweitert wird.
Die kleinen Tänzer sehen dabei aus wie Abbilder der Profis: Er: zurückgegelte Haare, schwarze Anzughosen und ein hautenges Shirt, Sie: aufgestecktes Haar, hohe Schuhen und ein strahlendes Kleid.
Absolut sicher und kontrolliert in ihren Bewegungen, üben die Kinder – wichtigste Beobachter sind dabei sie selbst. Die eigene Bewegung zu erkennen und zu perfektionieren gehört zum Erfolgsrezept eines Tänzers. An der Spiegelwand fixieren sie ihre Bewegungen und achten auf jedes Detail. Schultern gerade. Stolzer Blick. Kinn nach oben. Dreht die Hüfte? Kippt das Becken?
Es lässt sich erahnen, dass das, was die Kinder dort auf dem Parkett machen anstrengend ist. Tanzlehrerin Stukau schreitet durch die Reihen der Eleven, korrigiert Armhaltung, mahnt zur Körperspannung: Tanzen ist mehr als das bloße Einhalten von Schrittfolgen. Bereits die Kinder zeigen eindrucksvolle Posen, die mitunter an klassisches Ballett erinnern. Bis zu sechs Mal wöchentlich trainieren die Turnierpaare.
„Wer in dem Alter anfängt und nach der tänzerischen Früherziehung schon solch ein Niveau erlangt, der kann der Weltmeister von morgen sein“, merkt Foppe euphorisch an.
Seine Prognosen fußen auf den jüngsten Erfolgen seiner Schützlinge, die bei den Landesmeisterschaften in Dortmund reichlich abräumten. David Jenner und Elisabeth Tuigunow schafften den Aufstieg in die nächsthöhere Leistungsklasse, wurden prompt in den Nachwuchskader aufgenommen und tanzen nun schon bald um den Deutschlandpokal. Erfolgreich kehrten auch Waldemar Buchholz und Corinna Berg sowie und Andrej und Diana Lenschmid von den Titelkämpfen zurück.
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