TuS Hiltrup kommt über ein 1:1 gegen Schlusslicht Dorsten-Hardt nicht hinaus
Di., 21.02.2012
Schlechtes Spiel bleibt ohne Sieger
Zwei, die ihren Sport mit geschlossenen Augen beherrschen: Hiltrups Sven Kleine-Wilke (hi.) und Christopher Seiffert im Kampf um den Fußball.
Münster -
Die positive Nachricht zuerst: Der TuS Hiltrup weiß im Gegensatz zur Hinrunde nun endlich, wie er seine Torchancen zu nutzen hat. Die negative: Im Gegensatz zur Hinrunde erspielt er sich kaum welche. Beim ernüchternden 1:1 gegen das Tabellenschlusslicht SV Dorsten-Hardt fiel den Hausherren nach vorne so gut wie gar nichts ein, haarsträubende Fehlpässe und lasches Zweikampfverhalten wechselten sich ab. Immerhin die Moral stimmte; nach 0:1-Rückstand steckte das Team von Andree Kruphölter nie auf und nahm in der 88. Minute noch einen Punkt gegen den Abstieg mit.
|
|
Der Trainer war es dann auch, der die 90 Minuten präzise zusammenfasste: „Ich habe ein ganz schlechtes Fußballspiel gesehen“, schüttelte Kruphölter den Kopf. Einzig Neuzugang Gunnar Weber schoss kurz vor der Halbzeit ernsthaft aufs Tor, scheiterte aber an einer glänzenden Reaktion von SV-Keeper Stefan Schröder.
Auch Hälfte zwei ist aus der Sicht der münsterischen Offensive schnell zusammengefasst – und das, obwohl ab der 70. Minute mit einem 4-3-3-System eigentlich nur noch das gegnerische Tor als Ziel galt. Ein Querschläger im SV-Strafraum wurde fast zum Eigentor (65.), ein verunglückter Flankenversuch von Tim Bothen senkte sich gefährlich, Schröder lenkte gerade noch über die Latte (88.). Immerhin resultiere daraus eine Ecke, die Jan Kniesel ausführte. Und dabei den Kopf von Ulrich Kockmann fand, der den umjubelten Ausgleich erzielte. Anders als nach einer Standardsituation wäre der wohl auch sonst nicht gefallen.
Am Ende mussten die Hausherren mit dem Punkt zufrieden sein, denn Dorsten-Hardt hatte direkt nach Wiederanpfiff drei exzellente Möglichkeiten vergeben. Dabei konnte sich Romain Böcker mit einer bemerkenswerten Fußabwehr auszeichnen, sonst wäre nach 54 Minuten durch Andreas Kauschat wohl schon die Vorentscheidung gefallen. Der 20jährige wurde von Kruphölter zum Rückrundenstart zur neuen Nummer eins im TuS-Tor befördert, da sein Vorgänger Lennart Lueke beruflich bedingt etwas kürzer beim Training treten muss. So sprachen beide Trainer von einer „gefühlten Niederlage“.
TuS Hiltrup: Böcker – Lübke, Günner, Gieseler, Ziegner – Hoeveler (70. Herdin), Kniesel, Kleine-Wilke (46. Velling), Kockmann, Bothen – Weber.
