USC freut sich auf Heimspiel gegen Suhl / Weiterhin Funkstille zwischen den Trainern
Do., 16.02.2012
Sprung auf Rang vier lockt
Freudentanz: Nach drei Niederlagen hatten die USC-Damen wieder Grund zum Jubel. In Stuttgart siegten sie verdient 3:1, gegen Suhl am Sonntag planen sie den nächsten Streich.
Münster -
Trend gestoppt, Richtung geändert – mit dem 3:1-Erfolg bei Smart Allianz Stuttgart hat der USC Münster am Mittwochabend in die Erfolgsspur zurückgefunden. Trainer Axel Büring freute sich nicht nur über das Ergebnis. Er zeigte sich auch angetan von der Leistung seines Ensembles. „Das war gut, mitunter sehr gut, ich bin wirklich sehr zufrieden“, meinte der 44-Jährige.
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Nach drei Niederlagen zuvor hatte sich bei den Unabhängigen ein gewisser Druck aufgebaut. Büring mochte dies gar nicht leugnen. „Die Situation war nicht einfach“, sagte er gestern, „gerade deshalb bin ich stolz darauf, dass die Mannschaft ruhig geblieben ist. Das war schon ein besonderer Erfolg, es hat sich richtig gut angefühlt.“
Mit dem Sieg bei den zuvor sechs Mal in Reihe unbezwungenen Schwaben verteidigte Münster Platz fünf im Klassement. Die letzten Bedenken, die Play-offs vielleicht doch nicht zu erreichen, sind zerstreut. Noch besser: Am Sonntag im Heimspiel gegen den VfB Suhl (14.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) kann der USC sogar noch unter die ersten vier klettern. Aktuell liegen die punktgleichen Thüringerinnen auf Grund des besseren Satzverhältnisses vor den Unabhängigen.
Münster gegen Suhl – dieses Aufeinandertreffen hat eine ganz spezielle Note. Im Hinspiel gerieten Axel Büring uns sein VfB-Kollege Felix Koslowski Verbal heftig aneinander. Der Suhler Coach warf Büring „grobe Unsportlichkeiten“ beim Scouting vor, Büring bezeichnete dies „als absoluten Unfug“. Ordner und Fans mischten sich in der Sporthalle „Wolfsgrube“ handgreiflich ein. „Wir sind genötigt und angegriffen worden“, berichtete der langjährige USC-Coach seinerzeit.
Mehrfach suchte Büring später telefonisch den Kontakt zu Koslowski – ohne Erfolg. „Wir haben bis heute nicht miteinander gesprochen. Das ist bedauerlich, vielleicht ergibt sich ja demnächst eine Gelegenheit“, sagte Büring gestern. Ein weiteres Mal wies er die Suhler Vorwürfe energisch zurück: „Weil sie so nicht richtig sind und weil ich extrem großen Wert darauf lege, fair zu sein.“
Ungeachtet des Disputs lobt Büring den Kollegen als „sehr guten Trainer. Dass Suhl wieder oben mitmischt, ist nicht zuletzt ein Verdienst von Felix.“ Münsters Coach richtet sich auf einen spannenden Vergleich am Sonntag ein. Beim VfB stellt er namentlich die beiden Außenangreiferinnen Vendula Merkova und Martina Utla heraus. Beide glänzten auch zuletzt beim souveränen 3:0-Erfolg über den SC Potsdam. Großen Anteil am Höhenflug des VfB hat zudem Libera Suzana Cebic. Die 27-Jährige wurde im vergangenen Jahr mit Serbien Europameister.
► Der USC verlost am Sonntag 3 x 2 Karten für das deutsche Pokalfinale im März in Halle.
