Enttäuschung bei DJK Nottuln
Mi., 22.02.2012
Ulrich Leiendecker: „Das ist und bleibt eine Lügengeschichte“
Eine Szene aus dem A-Liga-Spiel am 18. September zwischen DJK Rödder und der U23 von GW Nottuln: Rechts Mehdi Dirani.
Nottuln -
Am 18. September des Vorjahres gewann die U23-Mannschaft von GW Nottuln mit 3:2 gegen die DJK Rödder. Wenig später wurden den Grün-Weißen die Punkte aberkannt und die Partie mit einem 2:0-Sieg für Rödder gewertet.
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Grund: Die Nottulner sollen mit Mehdi Dirani einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt haben. Er soll drei Tage zuvor schon für Nottulns Erstvertretung aufgelaufen sein.
Der Fall ging vor die Spruchkammer des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld, die den Widerspruch der Nottulner zurückwies (wir berichteten ausführlich).
Für den Fußball-Abteilungsleiter der Grün-Weißen, Ulrich Leiendecker, und für die übrigen Verantwortlichen der Fußballabteilung war der Fall damit allerdings keinesfalls erledigt. Sie wandten sich jetzt an den Fußballverband und stellten einen Überprüfungsantrag. „Es soll überprüft werden, ob das als verloren gewertete Meisterschaftsspiel . . . zu Recht als verloren gewertet wurde. Wir als Verein haben berechtigte Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Urteils“, heißt es in dem Schreiben, das Ulrich Leiendecker verfasste.
In diesen Tagen erhielt die Fußballabteilung von GW Nottuln Antwort von Dieter Ostertag, Justiziar beim Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen. Darin heißt es unter anderem: „Unser Präsidium hat . . . wie folgt entschieden: Eine Überprüfung des Urteils der KSK Ahaus-Coesfeld . . . findet . . . nicht statt.“
In der eine Seite umfassenden Begründung verweist der Justiziar auf die „umfangreiche Beweisaufnahme“. Der Spieler Dirani sei daher nach Überzeugung der Kammer eingesetzt worden. Besonders diese Formulierung ist es, die die Grün-Weißen „einfach nur noch traurig macht, denn es geht hier nicht mehr um die Wahrheitsfindung“ (Leiendecker).
„Das ist und bleibt eine Lügengeschichte. Mehdi Dirani hat damals nicht in der ersten Mannschaft gespielt und hat dies sogar eidesstattlich versichert. Es gab auch unabhängige Zeugen, die das bestätigt haben. Doch das wollte die Spruchkammer nicht hören. Für uns ist dieses Urteil unfassbar und nicht nachvollziehbar. Es wird für uns auch in Zukunft skandalös bleiben“, sagte Leiendecker.
Zurück blieben in der Abteilung viele frustrierte Fußballer, die nicht mehr daran glauben würden, dass es in ihrem Verband um die Wahrheit ginge, so Leiendecker: „Und nach diesem Urteil kann ich die jungen Menschen verstehen.“
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