Baustellen ohne Ende

Di., 14.02.2012

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Viele offene Fragen beim SC Preußen / Heute um 19.30 Uhr erster Heimspieltest gegen Kinderhaus

Baustellen ohne Ende : Viele offene Fragen beim SC Preußen / Heute um 19.30 Uhr erster Heimspieltest gegen Kinderhaus

Thomas Grabowskis Blick gilt momentan mehr der eigenen Zukunft, allerdings immer auf den Ball bezogen: Der Routinier will sich eventuell in die Zweite zurückziehen. Heinz Segbers (kl. Bild) hat viele Baustellen zu beackern. Foto: Peter Schmitz

BORGHORST - 

Die Arbeiten an der Golden Gate Bridge kennen keinen Stillstand. Sobald die Anstreicher am Ende der Brücke angelangt sind, müssen sie wieder von vorne anfangen. Es ist eine Dauerbaustelle. Davon beim SC Preußen Borghorst zu sprechen, wäre übertrieben. Ein Vergleich ist jedoch angebracht. Denn eine Großbaustelle ist es derzeit beim SCP allemal, sowohl im sportlichen als auch im operativen Bereich. „Es sind Baustellen, um die wir uns ein bisschen Sorgen machen“, gesteht Geschäftsführer Heinz Segbers.

Von Maximilian Wessing

Schon jetzt, Mitte der Saison, steht fest: Stammspieler Sebastian Donaszewski, Philipp Lürwer und Matthias Kappelhoff-Rickert werden den Verein verlassen. Zudem wird Leistungsträger Thomas Grabowski sehr wahrscheinlich nach dieser Saison nicht mehr für den SCP spielen. „Grabo hat uns im ersten Gespräch gesagt, dass er nicht mehr für die erste Mannschaft spielen wird“, erklärt Segbers, der sich übergangsweise zusammen mit Trainer Roland Westers um die sportlichen Belange kümmert. Zudem steht hinter dem Verbleib einiger wichtiger Spieler noch ein großes Fragezeichen, was die nächste Spielzeit angeht (siehe Kasten). Fest steht: Die Preußen müssen aufpassen, dass ihnen das Fundament nicht wegbröckelt. „Panikmache hilft jetzt nichts“, so Trainer Westers, der viel lieber Ruhe bewahrt. „Die Unruhe bei den Spielern ist größer als bei mir“, sagt er. Neuzugänge werden durch die mögliche Flut von Abgängen freilich unabdinglich. Neben Rückkehrer Ron Konermann und Ingo Beckmann bemühen sich die Preußen derzeit ernsthaft um einen Abwehrspieler aus der Landesliga sowie um zwei Nachwuchsspieler aus der Kreisliga, die in ihren Vereinen jedoch absolute Stammspieler seien, sagt Segbers. Ob die Forderung Westers‘, der „gestandene Spieler“ fordert, damit erfüllt wird, sei dahingestellt. Vielmehr ist Westers von der Idee begeistert, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen – wenn auch nur bedingt. „Wir wären schön bescheuert, wenn wir nicht versuchen würden, daraus Kapital zu schlagen. Allerdings werden wir nur mit Jugendspielern nicht dauerhaft in der Landesliga spielen können“, sagt der SCP-Trainer. Zur neuen Saison sollen weitere A-Junioren aus dem eigenen Nachwuchs nach oben rücken, etwa Henrik Wilpsbäumer. Dennoch: Die Arbeit geht für die bestimmenden Personen bei Preußen nun erst richtig los. Wenn auch nicht von ganz vorne.

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