Erster Test gleich die Härte

Mo., 13.02.2012

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SVB empfängt Westfalenligist Rheine

Erster Test gleich die Härte : SVB empfängt Westfalenligist Rheine

In Sachen Sitzordnung muss sich Helge Wolff (li.) keine Gedanken machen. Der Stuhl des Co-Trainers, den er früher neben Marco Antwerpen innehatte, kann frei bleiben, da sein Co im Tor des SVB spielt. Foto: Günter Saborowski

Burgsteinfurt - 

Die Rolle ist ihm nicht völlig fremd, der Stuhl sowieso nicht. Beim Hallenturnier hat Helge Wolff seinen ersten „Triumph“ als Cheftrainer des SVB feiern dürfen, heute Abend um 19.30 Uhr kommt die „Feuertaufe“ unter freiem Himmel. Nach drei Trainingseinheiten von Freitag bis gestern muss Wolff gegen Westfalenligist FCE Rheine sein erstes Spiel in der Vorbereitung mit der Mannschaft absolvieren.

Von Günter Saborowsk

„Es gibt schönere Dinge für Fußballer, als im Bagno zu laufen“, kann Wolff nachvollziehen, dass die Runden dort nicht zu den Lieblingseinheiten der Spieler gehörten. Trainingsplan und -inhalte hat der ehemalige Co von Marco Antwerpen schon selbst erstellt, und er steht ja auch nicht zum ersten Mal vor einer Gruppe und leitet den „Haufen“. Insofern hatte er keine feuchten Hände beim Auftakt oder als er Patrick Kapke als seinen neuen Co vorstellte. Eine seine ersten Amtshandlungen war das „Hochziehen“ von Christian Radecke aus der Zweiten. Der 20-jährige Innenverteidiger sei ihm durch gute Leistungen aufgefallen und soll als Alternative in den Kader rücken. Kollege Serdar Hizlitürk war „schwer begeistert“, scherzte Wolff, als er ihm seinen besten Mann geklaut hat. „Man muss sehen, wie er sich entwickelt“, setzt Wolff einige Hoffnung in den jungen Spieler. Allerdings sind nach der langen Pause kaum Spieler des 19-köpfigen Kaders angeschlagen. Jens Kormann und Holger Heppe seien die einzigen. Kapke, der im Übrigen auch Kapitän der Mannschaft bleiben soll – Wolff: „Da ändern wir nix.“ – sei genau der richtige Co-Trainer, da er im Team und im Verein hohe Anerkennung genieße. Beim Gegner FCE fehlt am heutigen Abend – darüber dürfte sich die Defensive des SVB freuen – mit Frederik Telsemeyer der torgefährlichste Angreifer der Rheinenser. Auf der Bank kein Unbekannter für Verein, Vorstand und Trainerkollege: Klaus Bienemann, der vor zwei Jahren selbst Mal den Stuhl neben Wolff innehatte. Wegen des nahenden Saisonstarts gegen Theesen (19. Februar) und des (mittlerweile) abgesagten Pokalspiels gegen Bad Oeynhausen (26. Februar) sind die Delsen-Kicker natürlich schon länger in der Vorbereitung und dürften besser im saft stehen. „Das Ergebnis ist zweitrangig“, sagt Wolff daher klipp und klar. Bewegung und ein gutes Verschieben zum Ball sei im Grunde das Einzige, das der Trainer sehen will. Und wenn‘s geht wohl auch keine allzu hohe Niederlage gegen den klassenhöheren Konkurrenten aus Rheine.

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