Steinfurt
Do., 18.03.2010
Kein echter Favorit in Sicht
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Burgsteinfurt - Die Westen sind noch nicht da! „Kein Problem“, sagt Marianne Lucas, „dann werden sie erst am Samstag zusammen mit den Lunchpaketen an die Streckenposten verteilt. Das klappt schon alles rechtzeitig.“ Einen Tag vor dem großen Ereignis ist die Pressesprecherin des Orga-Teams keineswegs nervös. Warum auch? „Nein“, sagt die ehemalige Brems- und Zugläuferin, die schon zigmal beim Steinfurter Marathon mit auf der Strecke war, „großartige Veränderungen gibt es bei uns nicht. Der Steinfurt Marathon ist eine überschaubare, familiäre, breitensportorientierte Veranstaltung.“ Punkt. Und so soll es auch bleiben. Warnwesten, gesponsort von einer Fahrschule, die wegen der Beflockung nicht unter der Woche schon, sondern erst am Veranstaltungstag die 250 Streckenposten erreichen, können die Orga-Sprecherin des Ausrichters TB Burgsteinfurt daher nicht aus der Ruhe bringen.
Wie schon im Vorjahr, als erstmalig ohne Inlinefahrer gestartet wurde, erschallt auch in 2010 vom Schloss aus der Startschuss. Punkt 13.30 Uhr geht es auf die Strecke, fünf Minuten später klappern die ersten Stöcke - dann gehen die Walker auf die Reise.
Favoriten? „Zwei, die man vielleicht nennen könnte“, meint Marianne Lucas. Der Vorjahressieger Jaroslav Jarnicki habe sich in dieser Woche entschuldigt, dass er sich so spät gemeldet habe. „Er hat angefragt, ob er einen Freistart bekomme könne. Den bekommt der Vorjahressieger natürlich - aber Antrittsprämie gibt es bei uns nicht“, schiebt die Orga-Frau gleich nach. Immerhin schon ein paar Euro gespart.
Außerdem hat ein Pawel Szymandera, der schon in Polen einen Marathon in 2:30 Std. gelaufen ist, seine Meldung abgegeben. Aber, wer weiß, vielleicht befindet sich im Feld der vielen vorangemeldeten ja auch ein noch völlig Unbekannter, der den Rahm in Steinfurt abschöpft.
Bliebe das Wetter wie am Donnerstag, so hätten Streckenposten und Zuschauer Spaß in den Backen. Für die Läufer ist es natürlich zu warm. Egal ob schnell, ganz schnell, ankommen oder eine gute Zeit erzielen - wer knapp 42 Kilometer unter die Sohlen nimmt - und das im März - kann besser bei weniger Wärme und leichten Nieselregen laufen als bei prallem Sonnenschein. Aber: „Es soll Regen geben“, kennt Lucas die Voraussagen der Wetterfrösche.
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