Büring-Team entlässt Fans mit einem 3:0-Sieg gegen VfB Suhl in den Rosenmontag

Di., 21.02.2012

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Strahlende USC-Garde

Münster - 

Im Foyer wurden Berliner sowie Spritzgebäck angeboten, und in der Spielpause machte Karnevalsprinz Marcus I. samt Gefolgschaft den 1423 Zuschauern in der Halle Berg Fidel seine Aufwartung. Es passte zur Dramaturgie des gestrigen Nachmittags, dass sich die Bundesliga-Volleyballerinnen des USC keineswegs als Spaßbremsen erwiesen. Vielmehr befeuerten sie das närrische Treiben, indem sie ihre Fans nach einer hochklassigen und begeisternden Leistung, an deren Ende ein 3:0 (25:19, 28:26, 25:16)-Sieg gegen den VfB Suhl stand, in den Rosenmontag verabschiedeten.

Von Heiner Gerull

Wieder einmal stellte der USC gestern unter Beweis, dass er nach einem Rückschlag die richtige Reaktion zu zeigen vermag. Herrschte nach der desillusionierenden gegen Vilsbiburg erlittenen 0:3-Heimniederlage eine Woche zuvor Trübsal, so wandelte sich das Stimmungsbild binnen weniger Tage grundlegend. Gestern zeigten sich die Unabhängigen von ihrer besten Seite. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, weil sie heute ein sehr, sehr gutes Spiel abgeliefert hat“, lobte Axel Büring den couragierten Auftritt seiner Spielerinnen.

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Der Trainer hatte allen Grund dazu. Nachdem das Spiel bis Mitte des ersten Satzes ausgeglichen war, setzte der USC den VfB Suhl mit seinen Aufschlägen zunehmend unter Druck. Wobei beide Mannschaften dafür sorgten, dass die Zuschauer spektakuläre Ballwechsel zu sehen bekamen. Ausschlaggebend für den 25:19-Satzgewinn war, dass der USC dank einer starken Block-Feld-Abwehr einige erfolgverheißende Angriffe einleitete. Diese Aktionen schlossen die Unabhängigen überaus variabel ab. Meistens durch Schmetterbälle der unwiderstehlichen Außenangreiferinnen Hana Cutura und Lonneke Sloetjes. Das Spiel kippte zugunsten des USC, „weil wir mehr gewollt haben als Suhl“, sagte Libera Linda Dörendahl.

Sorgte der erste Satz schon für Begeisterung, so war der Spielverlauf des zweiten an Spannung und Dramatik kaum mehr zu überbieten. Beide Teams gingen nun an ihre Grenzen. Packende Ballwechsel und ein Spielverlauf mit wechselnder Führung sorgten für ein Wechselbad der Gefühle. Angesichts eines 22:24-Rückstandes standen die Gäste aus Thüringen vor dem Satzausgleich. „Es war fantastisch, wie ruhig wir trotzdem geblieben sind“, lobte Büring Konzentration und mentale Stärke seines Teams. Michaela Jelinkova, von deren präzisen Anspielen nicht nur Cutura und Sloetjes, sondern des Öfteren auch Andrea Berg profitierte, führte den 24:24-Ausgleich herbei. Die vor allem im Block überzeugende Lea Hildebrand bescherte dem USC den ersten Satzball. Schließlich nutzten Berg und Ines Bathen durch einen gelungenen Block den dritten zum Satzgewinn.

Damit waren die Weichen gestellt. Suhls Widerstand war damit gebrochen. Die Unabhängigen versetzten dem angeschlagenen Gegner anschließend rasch den Knockout. Spielführerin Andrea Berg sah sich letztlich in ihrer Einschätzung bestätigt: „Wir wussten, dass nach der Niederlage gegen Vilsbiburg wieder ein Hoch kommen wird. Das Potenzial dafür steckt einfach in dieser Mannschaft.“


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