Volleyball-Oberliga

So., 05.02.2012

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Überflüssig wie ein Kropf

Volleyball-Oberliga : Überflüssig wie ein Kropf

Union-Spielerin Anna Borowek überwindet den Detmolder Block. Am Ende waren jedoch die Gäste effizienter. Foto: chrb

Lüdinghausen - 

Gegen den Detmolder TV kassierten die Volleyballerinnen von Union Lüdinghausen in der heimischen Berufsschulhalle die dritte Niederlage in Folge. Die Gastgeberinnen präsentierten sich beim 1:3 über weite Strecken als durchaus ebenbürtig, legten sich jedoch zu oft selbst Steine in den Weg.


Angefressen stand Christine Drees wenige Minuten nach der 1:3-Niederlage der Lüdinghauser Volleyballfrauen gegen den Detmolder TV (25:20, 17:25, 16:25, 20:25) am Spielfeldrand der heimischen Berufsschulhalle. „Die Detmolder sind nicht die Gegner, die wir schlagen müssen, aber es sind die, die wir schlagen können. Und das ärgert mich langsam maßlos.“

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Es war die dritte Oberliga-Niederlage der Unionistinnen in Folge, und sie war in der Tat überflüssig wie ein Kropf. Im ersten Satz hatten die Gastgeberinnen klar gezeigt, wozu sie in der Lage sind, waren hoch motiviert, machten Stimmung auf dem Feld und diesmal auch die wichtigen Punkte. Bis zum 19:19 spielten sie mit den ebenfalls nicht gerade schlecht aufgelegten Gästen auf Augenhöhe. Dann bewiesen sie den zuletzt so schmerzlich vermissten Killerinstinkt, machten bei Aufschlag Steffi Blasey sechs Punkte in Folge und den Sack dann zu.

Auch der zweite Satz begann hoffnungsvoll. Bis zum 9:9 war der Durchgang ausgeglichen, dann setzten sich die Detmolderinnen nach und nach ab – über 11:13 und 12:17 bis auf 15:22. Bei Union war der Faden gerissen, zu viele Unkonzentriertheiten und vor allem Schwächen im Abschluss forderten ihren Tribut.

Der dritten Durchgang begann wie die beiden ersten, diesmal belauerten sich die Teams bis zum 14:14. Dabei hätten die Lüdinghauserinnen mehrmals davonziehen können, machten sich aber unter anderem durch achtlos versemmelte Aufschläge selbst die Chance auf Punktserien zunichte. Der TV machte es besser und ging am Ende noch mit neun Punkten Vorsprung über die Ziellinie.

Dass wenigstens die Moral noch stimmte, bewiesen die Gastgeberinnen im vierten Satz. Sie machten Rückstände von 6:9, 10:13 und 14:17 wieder wett, waren bei 20:20 noch im Spiel und machten dann keinen einzigen Punkt mehr. Ein Missverständnis am Netz besiegelte schließlich die Niederlage.

„Jeder nimmt sich seine Auszeit und seinen Fehler und spielt dann nicht richtig mit“, grollte Drees. Zwei verlorene Punkte im Kampf um den Klassenerhalt seien dies jedoch nicht gewesen: „Jetzt kommen die wichtigen Spiele.“

Union: Bommert, Blasey, Spiekermann, Fuchs, Le. Maßmann, Borowek, Zimny, Flachmeier, Kablitz, Policnik, Höhne.


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