Volleyball-Verbandsliga: Kein Happy-End für Westfalia Epe
Di., 31.01.2012
Favorit im Glück
Der TV Westfalia Epe lieferte dem Tabellenzweiten VC Minden einen beherzten Kampf, hatte aber doch nach fünf Sätzen das Nachsehen.
Gronau-Epe -
„Das war eine der ärgerlichsten Niederlagen, die ich je erlebt habe“, wetterte Mannschaftskapitän Sebastian Förster nach dem 2:3 gegen den Tabellenzweiten VC Minden. Gegen die favorisierten Ostwestfalen zeigte das abermals stark ersatzgeschwächte Team des Verbandsligisten TV Westfalia Epe dennoch eine ansehnliche Leistung.
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Nachdem sich die Eperaner an ihre neue Aufstellung gewöhnt hatten (im Vergleich zur Vorwoche blieb nur Mittelblocker Bernd Sibbing auf seiner Position), zeigten sie durch gutes Blockspiel und mit einem hervorragend aufgelegten Spielmacher, dass eine Überraschung möglich wäre.
Auch die Ostwestfalen waren nicht in Topbesetzung angereist und versuchten ihr Spiel hauptsächlich über zwei Angreifer aufzubauen. Das durchschauten die Hausherren und konzentrierten ihren Block auf die beiden immer wieder vom Gegner angespielten Positionen. Letztendlich etwas glücklich gewann Epe Satz eins mit 25:23.
Im zweiten Durchgang profitierte Minden von Fehlern auf Eper Seite und behielt mit 25:21 die Oberhand. Im dritten Spielabschnitt trumpfte Epes Youngster Timo Plate auf. Aufgrund des Ausfalls beider Diagonalangreifer spielte er erstmals in dieser Saison auf Epes Hauptangreiferposition und zeigte, dass er sich dort pudelwohl fühlt. Seine Angriffe brachten den Hausherren durch ein 26:24 die 2:1-Führung.
Trotzdem reichte es nicht zum Sieg. Der vierte und fünfte Durchgang verliefen vergleichbar. Zuerst lag Epe mit vier Punkten hinten, spielte sich heran – und musste sich letztendlich doch mit der Minimaldifferenz von zwei Punkten geschlagen geben. Dabei gab es in beiden Sätzen Möglichkeiten zum Sieg.
„Grund für die Niederlage war die hohe Eigenfehlerquote. In unserer Situation ist das aber nicht verwunderlich. Durch die vielen Verletzten bedingt, haben wir kaum Kontinuität im Training. Es ist schwierig, über fünf Sätze die Konzentration hochzuhalten, wenn während des Matches kaum automatisierte Spielabläufe abgerufen werden können. Aber wir haben gezeigt, dass wir mit einem Spitzenteam mithalten können“, analysiert Coach Himmelberg.
