Füchtorf kassiert zu viele Gegentore
Fr., 03.02.2012
Abstiegskampf beflügelt Torjäger
Mit acht Treffern erfolgreichster Schütze der Warendorfer SU in der Bezirksliga: Max Schubert.
Kreis Warendorf -
Der gnadenlose Existenzkampf in der Bezirksliga scheint die Torjäger zu beflügeln. Zur Winterpause schossen die 16 Teams insgesamt 500 Tore in 128 Spielen. Die Quote von 3,91 Toren pro Spiel kann sich sehen lassen.
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Scheinbar kommt es bei der Fülle von Absteigern aus der Bezirksliga – die Letzten vier Teams steigen auf jeden Fall ab, der Fünftletzte spielt bestenfalls eine Abstiegsrunde, aber auch der sechstletzte Verein kann betroffen sein – auf jeden einzelnen Treffer an. Die Quote kratzt an der Vier-Tore-Marke, die allerdings in der Bezirksliga-Historie auch schon viermal erreicht wurde. Meist gab es in solchen Spielzeiten Teams, die der Staffel nicht gewachsen waren, was sich vornehmlich durch die Fülle der Gegentore ausdrückte. So verkamen 00/01 und 01/02 mit Westfalia Rhynern II und FSC Rheda zwei Teams zur Schießbude der Liga, die heute noch den Rekord der höchste Gegentorquote halten.
In der aktuellen Saison hat der SC Füchtorf die größten Abwehrsorgen. Mit 50 Gegentoren in 16 Spielen liegt die Quote bei 3,13. Bei keinem anderen Team schlug es im Schnitt häufiger ein. Solch große Abwehrsorgen sind in Füchtorf eigentlich neu. Die schwächste Gegentorquote lag bislang bei 2,33 in der Saison 00/01. Der Knackpunkt: Damals stieg der SCF aus der Bezirksliga Staffel 2 ab.
In Warendorf ist die Offensiv- und Defensivarbeit seit Jahren stabil. In den letzten fünf Spielzeiten bewegte sich die Torquote zwischen 1,27 und 1,43 Treffern pro Spiel (aktuell: 1,38). In der laufenden Runde ist die Truppe von Trainer Kleine-Tebbe aber ganz wesentlich auf die Tore von Max Schubert angewiesen. Acht der 22 Treffer, also mehr als ein Drittel, gingen auf sein Konto. Diese Abhängigkeit birgt natürlich eine große Gefahr. Bei zwei Bezirksligisten ist diese allerdings noch größer. Beim Abstiegskandidaten SVE Heesen war Dimitrij Sedluko für 41 Prozent aller Tore verantwortlich. Der Top-Torjäger der Liga, Timo Hilse, schoss sogar 45 Prozent aller Treffer des Aufsteigers TuS Lohauserholz.
Auch in der Kreisliga A sind solche Abhängigkeiten zu beobachten. Von den heimischen Teams ist der TuS Freckenhorst am stärksten betroffen. Der Angriff besteht im Wesentlichen nur aus Danny Banach. Zehn der 30 TuS-Tore gehen auf sein Konto. Ein Umstand, der den Verantwortlichen auch nicht verborgen geblieben ist. Die Problemzone Angriff ist erkannt. Den Spitzenwert hält jedoch der Ostenfelder Sven Muckermann. 43 Prozent beträgt sein Anteil an allen 21 TSV-Toren. Wie wichtig er für den abstiegsbedrohten Klub ist, zeigt auch die Tatsache, dass er fünfmal den Siegtreffer erzielte.
Die A-Ligisten erreichen jedoch nicht die Rekordwerte der Vorsaison. Mit 4,27 Toren pro Spiel wurde im Sommer eine neue Bestmarke aufgestellt. Aktuell fielen die A-Liga-Kicker auf das Niveau der Saison 09/10 zurück, das mit 3,81 Toren pro Spiel dennoch sehr beachtlich ist.
Möglicherweise dürfte es aber in dieser Saison einen neuen Rekord geben. Schlusslicht FC Greffen schoss in 16 Spielen ganze sechs Tore. Die Torquote von 0,38 ist die bislang schwächste aller Zeiten. Das Minimum am Saisonende liegt derzeit bei 19 Toren, aufgestellt von Westkirchen (01/02), das auch damals nur zwei Punkte holte, ebenfalls Minusrekord. Greffen, das bislang noch gar keinen Punkt holte, könnte ihn brechen.
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