Sassenbergs Handballer vor dem Abstieg

Do., 16.02.2012

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Ein Mann für alle Fälle

Sassenbergs Handballer vor dem Abstieg : Ein Mann für alle Fälle

Zählt zu den Leistungsträgern des abstiegsgefährdeten VfL Sassenberg, konnte aber verletzungsbedingt nicht immer mitspielen: Dirk Neuberg. Foto: Schwackenberg

Sassenberg - 

Er ist so etwas wie ein Mann für alle Fälle: Jens-Oliver Oster hat in der Handballabteilung des VfL Sassenberg schon viele Positionen ausgefüllt. Derzeit trainiert er zwei Mannschaften und macht den Geschäftsführer.

Von Wolfgang Schulz

Seine schwierigste Aufgabe ist sicherlich die des Herrentrainers. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga verlor der VfL im Sommer viele Akteure, die Mannschaft löste sich fast auf. Doch der Verein wollte unbedingt ein Team stellen, um die Zeit zu überbrücken, bis der Nachwuchs aus der B-Jugend endlich hochkommt. So fanden sich 13 Spieler mit einem Schnitt von etwas über 30 Jahren, die einmal pro Woche trainieren – unter Jens-Oliver Oster.

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Nach einem schwachen Start legte der VfL eine gute Serie hin, ging in den letzten sechs Spielen jedoch nicht mehr als Sieger vom Feld und nimmt nach 17 von 26 Spielen den vorletzten Rang ein, der aller Voraussicht nach zum Abstieg führen wird. „Unsere Ergebnisse sind vorhersehbar. Viel hängt davon ab, ob unsere Rückraumspieler Wolfgang Grothues, Dirk Neuberg und Daniel Fölling mitwirken. Fällt mehr als einer von ihnen aus, und das ist zuletzt fast immer passiert, dann können wir kaum ein Spiel gewinnen. Im Tor, auf Außen und am Kreis haben wir dagegen weniger Probleme“, erläutert Oster die Lage.

„Der Abstieg wäre sicherlich kein Beinbruch“, fuhr er fort, doch der Verein würde schon gerne die Kreisliga halten. Im nächsten Jahr kann der VfL dann erstmals seit langer Zeit wieder eine A-Jugend stellen. „In dieser Saison macht es sich halt sehr negativ bemerkbar, dass wir in der männlichen Jugend jahrelang so schwach aufgestellt waren.“

Leichter hat es Oster mit der zweiten Mannschaft, die er trainiert. Die weibliche B-Jugend führt die Kreisliga verlustpunktfrei an. „Im weiblichen Bereich läuft es mit dem Nachwuchs deutlich besser bei uns, da haben wir ohnehin noch nie Probleme gehabt.“

Was er in der kommenden Saison für den VfL alles macht, weiß Oster noch nicht. Aber eines verriet er: „Den Posten des Herrentrainers würde ich ganz gerne abgeben – wenn das möglich ist!“


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