Westfalia Westerkappeln muss Abgänge verkraften

Di., 24.01.2012

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Westfalia Westerkappeln vor Ausverkauf / Hollmann geht am Saisonende

Westfalia Westerkappeln muss Abgänge verkraften : Westfalia Westerkappeln vor Ausverkauf / Hollmann geht am Saisonende

Jens Hollmaann hört am Saisonende nach dann drei Jahren als Trainer von Westfalia Westerkappeln auf. Foto: Uwe Wolter

Westerkappeln - 

Drei Akteure haben den Fußball-A-Ligisten Westfalia Westerkappeln in der Winterpause verlassen. Am Saisonende ist auch für Trainer Jens Hollmann Schluss. Ziel aller Verantwortlichen bleibt bis dahin der Klassenerhalt.

Von Alfred Stegemann

Es ist ein schweres Jahr für Westfalia Westerkappeln. Ohne Frage. Nach Platz sieben in der vergangenen Saison findet sich der Club aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz der Kreisliga A wieder. Der Abstieg soll unter allen Umständen vermieden werden, doch es droht weiterer Ungemach. Drei Spieler haben den Verein bereits verlassen, im Fußballvorstand hat es nach Differenzen Umbesetzungen gegeben. Am Saisonende hört zudem Trainer Jens Hollmann auf.

Patrick Buxhovi hat den Verein in Richtung SC Halen verlassen, Felix Khan geht zu Cheruskia Laggenbeck, und Steffen Christoffer spielt bereits für SF Lotte II.

Nach internen Problemen ist Fußballobmann Martin Christoffer zurückgetreten. Seinen Posten führt derzeit der bisherige zweite Obmann Klaus Warnecke aus. Norbert Schulte rückt kommissarisch auf die Position des stellvertretenden Fußballobmanns. Christoffer will ab der neuen Saison wieder im Juniorenbereich arbeiten.

Der Reihe nach. Von Beginn an war in der derzeitigen Spielrunde der Wurm drin. Lange zierte Westfalia das Tabellenende. Erst am 13. Spieltag gelang der erste Sieg. Immer mehr Unzufriedenheit kam auf. Insbesondere der letztjährige Torschützenkönig Patrick Buxhovi war mit seiner Situation nicht einverstanden. Nach einer langwierigen Verletzung fand er nur schwer den Anschluss und sich deshalb oftmals nur auf der Auswechselbank wieder. Das war für ihn unbefriedigend, so dass Wechselgedanken in ihm aufstiegen. Das trifft auch auf Steffen Chris­toffer zu, der auch aus sportlichen Gründen das Angebot der klassenhöheren Sportfreunde Lotte II annahm. Beide Spieler waren sich im Sommer bereits mit Preußen Lengerich einig, machten dann aber einen Rückzieher, als der Abstieg der Preußen aus der Bezirks- in die Kreisliga feststand.

Weitere Spieler werden die Westfalia wohl nicht verlassen. Der neue Obmann Klaus Warnecke ist zumindest bemüht, den jetzigen Kader zusammenzuhalten. Allerdings sind auch keine Neuzugänge in Sicht. Trainer Jens Hollmann muss den Kader also mit Leuten aus den eigenen Reihen auffüllen. Der Klassenerhalt bleibt trotzdem das Ziel. „Wir werden alles tun, um nicht abzusteigen“, versichert Hollmann. „Wir wollen unbedingt drin bleiben. Aber wir wissen natürlich, dass es schwer wird.“

Sein Weggang zum Saisonende ist für den Coach ein normaler Vorgang. Jens Hollmann ist im dritten Jahr Trainer bei Westfalia. „Es gibt verschiedene Gründe für die Entscheidung aufzuhören“, macht Hollmann deutlich, „einer liegt sicherlich im privaten Bereich.“

Der Noch-Westfalia-Coach gibt zu, dass zuletzt nicht alles rund gelaufen sei und räumt auch Fehler ein, „insgesamt aber hat es Spaß gemacht“, sagt er. Auch Westfalia-Vorsitzender Udo Hachmann bestätigt, dass man insgesamt mit der Arbeit Holllmanns zufrieden sei und der Entschluss, sich zum Saisonende zu trennen, von beiden Seiten absolut sauber abgelaufen sei.

Einen neuen Verein hat Jens Hollmann noch nicht. Er denkt derzeit daran, im Sommer den Trainerschein zu erwerben.


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