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Mo., 02.06.2014

Buch über „Münsteraner Juraprofessoren“ 250 Jahre Rechtswissenschaften

Stellten das Buch „Münsteraner Juraprofessoren“ vor (v.l.): Silke Haunfelder (Aschendorff Verlag), die Professoren Dieter Birk, Fabian Wittreck, Matthias Casper, Ingo Saenger, Thomas Hoeren und Bernd Hartmann sowie Dr. Dirk Paßmann (Aschendorff Verlag).

Stellten das Buch „Münsteraner Juraprofessoren“ vor (v.l.): Silke Haunfelder (Aschendorff Verlag), die Professoren Dieter Birk, Fabian Wittreck, Matthias Casper, Ingo Saenger, Thomas Hoeren und Bernd Hartmann sowie Dr. Dirk Paßmann (Aschendorff Verlag). Foto: kal

Münster - 

Prof. Dr. Thomas Hoeren hat ein Buch über „Münsteraner Juraprofessoren“ geschrieben. Es sei ein Versuch, „am Beispiel bedeutender Wissenschaftler die Tradition der Fakultät aufzuarbeiten“, sagt der Autor.

Von Martin Kalitschke

32 Professuren, 5000 Studierende – die Juristische Fakultät der Universität Münster ist nicht nur eine der größten, sondern gilt auch als eine der besten der Republik. Dekan Prof. Dr. Ingo Saenger berichtet nicht ohne Stolz, dass sie bei Hochschul-Rankings regelmäßig auf Top-Plätzen landet und „dass in Münster und München die besten Examensergebnisse unter den bundesweit 43 juristischen Fakultäten erzielt werden“.

Indes: „Viele Studierende und selbst einige Dozenten kennen nicht die Geschichte der Fakultät“, hat Prof. Dr. Thomas Hoeren festgestellt. Diese Wissenslücke will er mit dem jetzt im Aschendorff Verlag erschienen Buch „Münsteraner Juraprofessoren“ schließen. „Dabei handelt es sich um einen Versuch, am Beispiel bedeutender Wissenschaftler die Tradition der Fakultät aufzuarbeiten“, sagt Hoeren.

In dem Band ist zum Beispiel der Zivilrechtler Hans Brox zu finden. „Wie würden Sie entscheiden?“ hieß die ZDF-Gerichtsshow, in der er regelmäßig zu sehen war. Fast ein Vierteljahrhundert lehrte und forschte er in Münster. Oder Harry Westermann. Nach dem Juristen, der die Fakultät von 1949 bis 1974 maßgeblich prägte, ist ein bedeutender Forschungspreis benannt worden. „Vor einer Woche war ein Richter des Bundesgerichtshofes zu Besuch“, erzählt Dekan Ingo Saenger. „Als er hörte, dass Westermann in dem Buch vertreten ist, wollte er sofort ein Exemplar haben.“

Neben großen Gestalten sind in dem Buch auch Wissenschaftler zu finden, die während des Dritten Reiches keine gute Figur machten. „Nur von braunen Flecken zu sprechen, ist noch untertrieben“, betont Hoeren. Auch diese Schattenseiten der Fakultät werden angesprochen. Interessant am Rande: Die Juristen von einst werden allesamt von Professoren von heute vorgestellt. Ergebnis: ein umfassender Überblick über 250 Jahre Rechtsgeschichte in Münster.

Zum Thema

Thomas Hoeren (Hg.), Münsteraner Juraprofessoren, Aschendorff Verlag, 29,80 Euro.

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