Mo., 29.09.2014

Stadt kündigt Kita-Leiterin Terrier beißt Kind ins Gesicht

In die Kita Brüningheide kommt der kleine Junge nicht mehr zurück. Der Dreijährige besucht künftig eine andere Kita.

In die Kita Brüningheide kommt der kleine Junge nicht mehr zurück. Der Dreijährige besucht künftig eine andere Kita. Foto: kaj

Münster-Kinderhaus - 

In der Kita Brüningheide in Kinderhaus hat der Hund der Leiterin einen dreijährigen Jungen angegriffen und ins Gesicht gebissen. Der Hund war anscheinend trotz Verbots in der Kita. Der Leiterin wurde gekündigt.

Von Katrin Jünemann
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Die Verletzung war so stark, dass sie im Krankenhaus genäht werden musste.

Wolfgang Heuer

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Ein dreijähriger Junge ist am 12. September in der Kinderhauser Kita Brüningheide von einem Terrier angegriffen und ins Gesicht gebissen worden. „Die Verletzung war so stark, dass sie im Krankenhaus genäht werden musste“, erläuterte Münsters Personaldezernent Wolfgang Heuer. Der Hund gehört nach seinen Angaben der Leiterin der Kita an der Josef-Beckmann-Straße 34 a.

Die Familie des Kindes hat Strafanzeige gegen die Halterin des Hundes wegen Körperverletzung gestellt, bestätigte die Polizei am Montag.

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Die Verletzung war so stark, dass sie im Krankenhaus genäht werden musste.

Wolfgang heuer, Personaldezernent der Stadt Münster

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Offenkundig habe die Leiterin der Einrichtung ihre beiden Hunde an jenem Tag mit in die Kita genommen, so Wolfgang Heuer. Anscheinend nicht zum ersten Mal, sondern auch früher schon. Die Kita Brüningheide ist eine städtische Kindertagesstätte. „Als Arbeitgeber haben wir uns den Fall angeschaut und festgestellt, dass sie schon in früheren Jahren eindeutige Anweisungen erhalten hat, das zu unterlassen“, sagte Heuer. Das Verbot sei auch in den Akten nachlesbar.

Die Stadt werte den Vorfall als gravierende Verletzung der Aufsichtspflicht zum Wohl der Kinder und als Verstoß gegen eindeutige Anweisungen. Das Vertrauen in eine weitere Zusammenarbeit sei zerstört. Daraufhin habe die Stadt eine außerordentliche Kündigung ausgesprochen. Die Leiterin lasse sich anwaltlich vertreten, berichtete der Personaldezernent.

Eine Rückkehr in die Kinderhauser Kita Brüningheide wird es für den dreijährigen Jungen nicht geben. Das verletzte Kleinkind wird „auf Wunsch seiner Eltern künftig in einer anderen Kindertagesstätte betreut werden“, berichtete Personaldezernent Wolfgang Heuer.

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