Do., 06.11.2014

Neue NRW-Statistik Münster ist Hochburg der Einpendler

Stau

So ähnlich sieht es morgens häufig aus, wenn man vom Umland nach Münster hineinfährt. Foto: dpa (Symbolbild)

Münster - 

Wer in Münster wohnt, der arbeitet in der Regel auch hier. Nirgendwo in NRW ist der Anteil der Menschen, die für ihren Beruf in andere Orte pendeln, geringer. Umgekehrt kommen jeden Morgen viele Pendler für ihren Job nach Münster. Auf den Straßen ist das zu spüren.

Münster weist laut "Pendlerrechnung NRW 2013" mit 24,9 Prozent die geringste Auspendlerquote der Großstädte auf. Dieser Prozentsatz entspricht 38 515 münsterschen Berufspendlern. Damit hatte Münster auch die niedrigste Auspendlerquote aller 396 Städte und Gemeinden des Landes.

   

Wohnort und Arbeitsplatz fallen bei den Münsteranern dementsprechend selten weit auseinander. Im besten Fall liegt nur eine Radstrecke dazwischen: Das Fahrrad ist einer aktuellen Verkehrserhebung zufolge das favorisierte Fortbewegungsmittel innerhalb Münsters.

Jeden Tag kommen 93.000 Menschen

Ist die Anzahl der Auspendler auffallend klein, zählt die Statistik mehr als doppelt so viele Einpendler in Münster: Knapp 93.000 Berufstätige reisen zum Arbeiten alltäglich in die Stadt mit rund 300.000 Einwohnern. Sie stellen einen Anteil von 44,4 Prozent unter den Erwerbstätigen in Münster. Dabei kann besonders die Anfahrt mit dem Auto Nerven kosten: Das hohe Verkehrsaufkommen führt regelmäßig zu langen Staus. Besonders hart trifft die Berufspendler das Verkehrschaos im Südwesten Münsters.

Fotostrecke: Woher kommen Münsters „Einpendler“?

Nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen wird die Marke von 100.000 Einpendlern „spätestens 2017 erreicht, wenn das aktuelle Wachstum anhält“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing. „Innerhalb eines Jahres ist die Pendlerzahl um 2000 gestiegen“, erläuterte er und ergänzte: „Das war ein Anstieg um zwei Prozent“, womit die gesamtwirtschaftliche Wachstumsrate des vergangenen Jahres um ein Vielfaches übertroffen worden sei.

 

Die Angaben beruhen auf der "Pendlerrechnung NRW 2013", deren Ergebnisse IT.NRW jüngst veröffentlicht hat. Dort können die Pendlerverflechtungen zwischen einzelnen Städten und Gemeinden abgerufen werden. Für jede Gemeinde sind darüber hinaus weitere Merkmale der Pendler verfügbar. Hierzu gehört neben Geschlecht, Alter, Beschäftigungsumfang, Stellung im Beruf und Branche auch die Pendeldistanz. Wegen einer Revision der Beschäftigtenstatistik der Bundesanstalt für Arbeit sind die vorliegenden Ergebnisse nur bedingt mit denen früherer Pendlerrechnungen vergleichbar.

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