Di., 10.03.2015

Diskussion in Münster 1,2 Millionen Euro für Katholikentag

Der Katholikentag 2018  soll in der Domstadt Münster stattfinden: Oberbürgermeister Markus Lewe will dafür 1,2 Millionen Euro bereitstellen.

Der Katholikentag 2018  soll in der Domstadt Münster stattfinden: Oberbürgermeister Markus Lewe will dafür 1,2 Millionen Euro bereitstellen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die umstrittene Bezuschussung des Katholikentags 2018 hat für viel Diskussionen gesorgt. Jetzt liegt ein Vorschlag auf dem Tisch.

Von Dirk Anger

Finanzielle Unterstützung für den Katholikentag 2018 ja, aber weniger als vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) erwünscht: Mit 1,2 Millionen Euro soll die Stadt den im Mai 2018 geplanten Katholikentag in Münster finanziell unterstützen. Das sieht ein entsprechender Vorschlag von Oberbürgermeister Markus Lewe vor, über den der Rat in seiner Sitzung am 25. März entscheiden muss. Dabei verweist Lewe auf den aus seiner Sicht vielfältigen Nutzen dieser Großveranstaltung für die Stadt.

Ursprünglich hatte das ZdK, der Dachverband der Laien in der katholischen Kirche , um einen Zuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro gebeten. Das hatte in der münsterischen Kommunalpolitik – ähnlich wie zuvor schon in Leipzig – für Diskussionen gesorgt. Eine Entscheidung für eine Finanzspritze wurde deshalb im vergangenen Jahr in Münster vertagt.

Mit seinem jetzigen Vorschlag geht Lewe offenbar ein Stück weit auf die Kritiker einer Unterstützung des Katholikentages durch die öffentliche Hand zu – zumal die Ratsvorlage ausdrücklich vorsieht, dass Fördermittel anteilig zurückgezahlt werden müssen, wenn die Einnahmen beim ZdK höher ausfallen als geplant. Außerdem werden die Veranstalter gebeten, durch zusätzliche Einwerbung von Sponsoren den öffentlichen Zuschuss noch zu reduzieren.

Der 101. Katholikentag, der vom 9. bis zum 13. Mai 2018 in der Domstadt stattfinden soll, sah zunächst einen Gesamtetat von 9,3 Millionen Euro vor – unter anderem mit Unterstützung des Landes NRW, bei dem die Veranstalter 1,6 Millionen Euro beantragt haben. Fest zugesagt ist bereits ein Zuschuss des Bistums von 1,5 Millionen Euro. Drei Millionen Euro wollen die Veranstalter laut vorläufigem Finanzierungsplan durch Teilnehmerbeiträge, Kollekten und Fundraising selbst erwirtschaften.

Die Stadtspitze geht in ihrer Vorlage auch von einem Mittelrückfluss aus: So müsse der Trägerverein des Katholikentags etwa 300 000 Euro an die Halle Münsterland zahlen, sollte diese während der Veranstaltung vollständig genutzt werden. Auch andere anfallende städtische Kosten, Abgaben und Gebühren würden dem Veranstalter in Rechnung gestellt. Außerdem fließe Geld der Teilnehmer in Hotellerie, Gastronomie und Handel, so Lewe.

Zum Katholikentag werden mehrere Zehntausend Besucher erwartet. Dabei werde für „Christen und Nichtglaubende“ ein volles Programm geboten, das auch inhaltliche Verknüpfungen zur Stadtgeschichte biete. Außerdem erfahre Münster durch die Großveranstaltung hohe mediale Präsenz, heißt es. 

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3126115?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F