Di., 17.03.2015

Partielle Sonnenfinsternis am Freitag Wenn der Mond die Sonne verschlingt

Die Sternenfreunde Münster bereiten sich auf die Beobachtung der Sonnenfinsternis am Freitagmorgen vor (v.l.): Dr. Jürgen Rienow,Christian Böing, Bianca Fialla mit Beobachtungsfenster, am Teleskop steht Ewald Segna.

Die Sternenfreunde Münster bereiten sich auf die Beobachtung der Sonnenfinsternis am Freitagmorgen vor (v.l.): Dr. Jürgen Rienow,Christian Böing, Bianca Fialla mit Beobachtungsfenster, am Teleskop steht Ewald Segna. Foto: hpe

Münster - 

Ein seltenes Naturschauspiel ereignet sich an diesem Freitag: Dann wird sich der Mond vor die Sonne schieben. Die Sternenfreunde bereiten sich bereits auf die partielle Sonnenfinsternis vor...

Von Helmut P. Etzkorn

Zumindest für die Sternenfreunde Münster ist es das Ereignis des Jahres: Mit Fernrohren und alubeschichteten Beobachtungsfenstern, die das Augenlicht vor Verbrennungen schützen sollen, werden sie am Freitag (20. März) die partielle Sonnenfinsternis beobachten. Ab 9.32 Uhr wird sich der Mond komplett vor die Sonne schieben, die dann nur noch als Sichel zu sehen sein wird. Um 11.51 Uhr sollen dann 79 Prozent der Sonnenscheibe verdeckt sein, bis 2050 wird es in unseren Breitengraden ein derartiges Himmelsschauspiel nicht mehr so ausgeprägt zu sehen geben, so Dr. Jürgen Rienow von den Sternenfreunden.

„Richtig dunkel wird es aber nicht. Man hat eher den Eindruck, eine dicke Wolke setzt sich vor die Sonne“, so Sternenfreund Ewald Segna. Aufgebaut wird ein Linsen-Fernrohr, das die Sonne auf einen Projektionsschirm ablichtet. Ferner werden für alle Fans der Finsternis ab Donnerstag im Naturkundemuseum Spezialbrillen für zwei Euro verkauft. „Die Nachfrage ist riesig. Einige Schulklassen wollten gleich 300“, so Bianca Fialla vom Naturkundemuseum.

Ab 9 Uhr werden am Museum Kurzverträge zum Thema „Sonnenfinsternis“ angeboten, auch das benachbarte Planetarium ist geöffnet. Astronom Dr. Björn Voss erklärt das seltene Spektakel. „Es sieht einfach faszinierend aus, wenn der Mond Stück für Stück die Sonne abdunkelt“, glaubt auch Rienow. „Der Mond verschlingt quasi die Sonne, man kann es live sehen“, schwärmt der Experte.

Ungeeignet zur Finsternis-Beobachtung sind normale Sonnenbrillen, berußte Gläser, CDs, normale Ferngläser oder Kamera-Teleobjektive ohne Spezialfilter und Sonnenfolie. „Schwere Augenschäden sind möglich, im Extremfall droht die Erblindung“, so Fialla.

Zum Rudelgucken vor dem Naturkundemuseum kann jeder kommen, die kostenlosen Vorträge beginnen um 9 Uhr.

Einen Strich durch die Rechnung könnte das Wetter machen. Aktuell sind Wolken vorhergesagt, dann wäre nichts zu sehen. „Ein paar Lücken würden reichen“, hoffen die Sternenfreunde.

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