Nachrichten Münster
Dyckburger Pfarrhaus wird verkauft

Dienstag, 22.04.2008, 07:04 Uhr

Münster - Die Gremien haben lange gerungen, überlegt und diskutiert. Die Entscheidung im Verwaltungsausschuss fiel einstimmig: Die vor einem Jahr aus den Gemeinden St. Mariä-Himmelfahrt Dyckburg , St. Konrad und St. Margareta fusionierte Gemeinde St. Benedikt wird das Pfarrhaus an der Dyckburgkirche verkaufen. Das Pfarrbüro für den Dyckburger Gemeindeteil wird von Mai an in den Heidehof verlegt. Der Erlös des Verkaufs, den die Sparkassen Immobilien GmbH der Sparkasse Münsterland-Ost für die Gemeinde durchführt, wird in das Grundkapital der Pfarre fließen. „Der Verkauf des Pfarrhauses wird uns die Renovierung der Dyckburgkirche ermöglichen, wenn nicht sofort, so doch hoffentlich sehr bald“, teilte Pfarrer Hans Gerd Paus der Gemeinde mit.

Das Dyckburger Pfarrhaus wurde 1914 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Neben der Wohnfläche von rund 190 Quadratmetern stehen rund 5400 Quadratmeter parkähnlichen Grundstücks zur Verfügung.

Maßgebend bei der Entscheidung für den Verkauf war nach Auskunft von Martin Steinbrede, Dyckburger Mitglied im Verwaltungsausschuss der Pfarrgemeinde, die Aussicht, einen ordentlichen Ertrag zu erzielen, der letztlich der Gemeinde und der dringend renovierungsbedürftigen Dyckburgkirche zugutekommt. Die Entscheidung wurde von der Zentralrendantur St. Mauritz unter ihrem Leiter Gerold Kerkeling für gut befunden.

Die Sparkassen Immobilien GmbH unter Projektleitung von Veit Müller will die Einzelheiten des Bieterverfahrens in der kommenden Woche bei einer Pressekonferenz im Dyckburger Pfarrhaus vorstellen. Das Bieterverfahren gewährleistet, dass der Meistbietende den Zuschlag erhält. Die Pfarre hat das letzte Zustimmungsrecht, kann also durch sorgfältige Mitauswahl des Käufers sicherstellen, dass das in unmittelbarer Nähe der von Johann Conrad Schlaun grundgelegten und im 19. und 20. Jahrhundert erweiterten Kirche gelegene Gebäude in solide Hände gerät.

Die „Villa Hortensia“, ein kleiner Versammlungsraum an der Kirche, bleibt übrigens im Besitz der Pfarrgemeinde. Die Dyckburgkirche wurde zuletzt 1978/79 renoviert. Allein der Innenanstrich würde nach Auskunft von Martin Steinbrede rund 60 000 bis 70 000 Euro kosten. Künftig will die St.-Benedikt-Gemeinde die Dyckburgkirche auch wieder verstärkt für Trauungen zur Verfügung stellen.

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