Sa., 25.10.2008

Nachrichten Münster Jovel-Team im Glücksrausch

Insolvenzverwalter Michael Mönig (M.) und Rechtsanwalt Eric Coordes (r.) übergeben Marvin Lindenberg den Schlüssel für das Kiffe-Gebäude. (Foto: -kal-)
Von Martin Kalitschke

Münster - Die Erleichterung ist Marvin Lindenberg anzumerken. „Ich habe eine freudige Nachricht“, sagt der Jovel-Chef mit einem strahlenden Lächeln, „es hat geklappt! Vor zwei Minuten!“

Die Tinte des Vertrages ist also noch nicht trocken, als Lindenberg am Freitagmittag vor die Presse tritt. Die Nachricht allerdings, die er zu verkünden hat, ist schon am Tag zuvor an die Öffentlichkeit gedrungen: Das Jovel ist wieder da. Zwei Jahre nach dem Aus der Music Hall an der Grevener Straße kehrt damit eine Legende zurück – ins ehemalige Kiffe-Autohaus am Albersloher Weg.

Am 29. November soll es losgehen. „Bis dahin wird eine Menge Arbeit zu erledigen sein“, betont Lindenberg. Immerhin gilt es, eine Fläche von 1000 Quadratmetern so herzurichten, dass nicht nur 1500 Leute hineinpassen – sondern sich auch noch richtig wohl fühlen.

Programm-Details stehen zwar noch nicht fest, doch so viel ist schon sicher: „Das Jovel wird sich treu bleiben.“ Bereits gesetzt: die „Scheinheilige Nacht“ am Heiligen Abend sowie die Silvesterparty. Außerdem werden die Jovel-Klassiker Ü-30- und 80er-Jahre-Party zurückkehren. Daneben soll es Live-Konzerte geben. „Steffi baggert schon kräftig“, sagt Marvin Lindenberg – sein Vater Steffi Stephan also, mit dem er das Kiffe-Jovel gemeinsam betreiben wird.

Der Mietvertrag, den Lindenberg gestern im Beisein von Insolvenzverwalter Michael Mönig unterschrieben hat, ist unbefristet, sieht aber eine dreimonatige Kündigungsfrist vor. Mindestens drei Monate wird das Jovel also bei Kiffe bleiben, „hoffentlich noch länger“, sagt Lindenberg. Vielleicht sogar für immer? Das hängt auch vom künftigen Besitzer der Immobilie ab. „Es gibt bereits mehrere Interessenten“, sagt Mönig. Auf „unter 20 Millionen Euro“ beziffert er den Kaufpreis.

Unabhängig davon, wie es nach dem Verkauf weitergeht, findet Mönig es „einfach toll“, in der nunmehr leeren Verkaufshalle das Jovel unterzubringen. Vom Standort begeistert sind auch Lindenberg und seine Mitstreiter: „Das gesamte Jovel-Team erlebt zurzeit ein unheimliches Glücksgefühl.“

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