Nachrichten Münster
Mi., 17.02.2010
Fastenzeit - Zeit des Verzichts?
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Münster - Heute beginnt die Fastenzeit. Die Wochen von Aschermittwoch bis zur Osternacht gelten im Christentum als Zeit der Besinnung und des bewussten Verzichts. So soll an die 40 Tage erinnert werden, die Jesus in der Wüste verbracht hat. Aber welche Bedeutung hat die Fastenzeit heute? Eine Blitzumfrage ergab gestern ein geteiltes Meinungsbild.
„Ich habe keinen Karneval gefeiert, und ich faste auch nicht.“, sagt Peter Laserich. Der 46-Jährige ist überzeugt: „In meiner Generation hat die Fastenzeit so gut wie überhaupt keine Bedeutung mehr.“
Ein älteres Ehepaar hingegen erzählt: „Als Kinder haben wir immer gefastet. Da gab es eine große Kiste, in der alle Süßigkeiten verstaut wurden. Aber in unserem Alter muss man nicht mehr fasten.“
Das findet auch die 70-jährige Almut Kilian. „Ich faste ohnehin das ganze Jahr, weil ich keine Süßigkeiten mag und im Moment keinen Alkohol trinken darf. Außerdem bin ich evangelisch, da ist das Fasten nicht so ausgeprägt wie bei den Katholiken.“
In der jüngeren Generation scheint es durchaus motivierte Fastenanwärter zu geben. „Für mich hat die Fastenzeit schon eine Bedeutung“, sagt Tanja Beckmann (11). „Ich esse ab Morgen keine Süßigkeiten mehr. Meine Eltern sind da streng, in der Fastenzeit darf ich nicht naschen. Aber das finde ich selbst ganz gut.“
Die 19-jährige Lisa Steens hält sich seit zwei Jahren an die Fastenzeit und will es auch dieses Jahr versuchen. „Für mich hat das mit Disziplin zu tun. Eigentlich esse ich total gerne Schokolade, aber im letzten Jahr ist es mir gelungen, 40 Tage komplett darauf zu verzichten.“