Nachrichten Münster
Mi., 19.05.2010
Hindenburgplatz: Mehrheit gegen Umbenennung
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Münster - Man kann nicht sagen, dass es den Münsteranern egal ist, wie der Hindenburgplatz nun heißt, sei es nun der bestehende Name, der alte Name Neuplatz oder der jetzt neu geforderte Name Westfalenplatz? Innerhalb von vier Tagen haben knapp 800 User im Internetportal unserer Zeitung ein Votum abgegeben.
Der Westfalen-Initiative, die eine Namensänderung anregt, (WN,15.05.), dürfte das Ergebnis aber nicht schmecken. Nur gut 20 Prozent plädieren für den Westfalenplatz, acht Prozent für den Neuplatz - und etwa 70 Prozent für eine Beibehaltung des alten, umstrittenen Namens. Allerdings ist das Votum nicht repräsentativ.
„Das wäre ein schlechtes Signal für Westfalen“, hofft Prof. Dr. Klaus Anderbrügge, Geschäftsführer der Westfalen-Initiative, noch auf ein Umdenken der Münsteraner. Die Westfalen-Initiative würde „es sehr bedauern“, sollten die Münsteraner davon absehen, mit der Namensänderung ein Bekenntnis zu der Region abzugeben.
Unterdessen weist der SPD-Ratsherr Dr. Michael Jung darauf hin, dass die SPD bereits vor über zwei Jahren einen Antrag mit dem Ziel gestellt habe, den Hindenburgplatz umzubenennen. Bisher habe die Stadtverwaltung nicht einmal einen Vorschlag zum weiteren Verfahren erarbeitet, so Jung. „Kaum steht die Westfalen-Initiative bei Herrn Lewe auf der Matte, ist er natürlich für eine Umbenennung“, kritisiert der SPD-Ratsherr den Oberbürgermeister.
Lewe hatte die Anregung der Westfalen-Initiative, einen „zentral gelegenen Platz“ in Münster Westfalenplatz zu benennen, aufgegriffen und, so Anderbrügge bei einem Pressegespräch, den Hindenburgplatz ins Spiel gebracht.