Nachrichten Münster
Meterhohe Feuersäule schoss aus der Erde

Mittwoch, 11.08.2010, 14:08 Uhr

Münster - Bis zur vergangenen Woche hatte Lada Petrowa „keine Vorstellung“ davon, wie dramatisch der Kampf gegen eine Feuersbrunst sein kann. Dann wurde sie Augenzeugin der Brände in den Wäldern von Rjasan . In der Zeitung „Rjasaner Wedeomosti“ legte sie anschließend ein erschütterndes Zeugnis über ihre Erlebnisse ab.

Geradezu „entfesselt“ seien die Flammen gewesen, so die Korrespondentin der Zeitung, die in der vergangenen Woche eine Gruppe Freiwilliger der Rjasaner Agrotechnologischen Kostytschew-Universität bei einem Löscheinsatz begleitet hatte. „Punkt 8 Uhr waren alle an Ort und Stelle. Ein kurzer Appell, dann wurden Schuhe, Atemschutzgeräte und Handschuhe verteilt. Ins Auto kamen Heugabeln, Äxte und Flaschen mit Wasser.“

Bis zur Brücke über den Fluss Oka sei der Qualm noch erträglich gewesen. Kurz danach habe sie allerdings Atemschutz anlegen müssen.

Ziel des Einsatzes war ein Waldmassiv in Malinishi (Rjasaner Rayon). „Wir mussten einen Schutzgraben um ein großes Torfquadrat ausheben, um das Feuer zu lokalisieren und es nicht weiter auf den Wald übergreifen zu lassen“, berichtet Petrowa.

Die Arbeit begann. „Ätzender Rauch trieb Tränen in die Augen. Die Jungen netzten Taschentücher und legten sie ans Gesicht. Ich folgte ihrem Beispiel. Die Arbeit ging nicht so schnell von der Hand, wie es sein sollte“, heißt es in ihrem Bericht weiter.

„Plötzlich schoss etwa fünf Meter vor uns eine Feuersäule aus der Erde, gleich darauf hörten wir das Krachen eines fallenden Baumes. Eine riesengroße Birke schwankte und stürzte, riss kleinere verkohlte Bäume mit“, so die Korrespondentin weiter. „Wir kommen morgen und übermorgen, solange unsere Hilfe gebraucht wird“, versprachen die Studenten später. „Und so war es dann auch.“

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