Do., 31.03.2011

Grawertstraße Strafanzeige gegen Hausbesetzer

Von Paul Meyer zu Brickwedde

Münster - Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hat Strafanzeige gegen die Hausbesetzer von der Grawertstraße 34 erstattet. Das bestätigte Olga Rüfer , stellvertretende Pressesprecherin der Bima. Allerdings muss die Gruppe, bei der es sich offenbar um zehn bis 20 Personen handelt, nicht unmittelbar mit gravierenden Konsequenzen rechnen.

Evelin Kösters von der Polizei Münster kündigte an, dass mit den Besetzern in Kürze ein Gespräch geführt werden soll. Dabei gehe es darum, klarzumachen, welche Folgen es hätte, wenn das Gebäude nicht geräumt wird. „Passiert das nicht, müssen wir die Lage neu beurteilen“, so Kösters.

Bei der Bima in Bonn, dem Eigentümerin der Grawertstraßen-Siedlung, wird der Vorgang derweil schlicht als Hausfriedensbruch eingeordnet. „Mir ist nicht bekannt, dass wir schon einmal einen solchen Fall hatten“, ordnet Rüfer die Geschehnisse ein. Für Gespräche, wie sie sich die Besetzer wünschen - in der Hoffnung, längerfristig bleiben zu können -, sieht der Immobiliendienstleister des Bundes wohl keine Grundlage.

Grundsätzlich ändern könne sich an der Situation nur etwas, erläutert Rüfer weiter, wenn die britische Armee signalisieren würde, dass sie keinen Bedarf mehr für die Siedlung hat. „In einem solchen Fall würden wir über eine Vermietung oder einen Verkauf nachdenken.“ Dem Militär von der Insel werden die Immobilien, die bereits seit Längerem leer stehen, kostenlos und unbefristet überlassen.

Die Besetzer wollen mit ihrer Aktion auch auf das ihrer Ansicht nach mangelhafte Angebot an günstigem Wohnraum in Münster aufmerksam machen.

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