Mo., 02.05.2011

Aktionstag zum Thema Schlaganfall am 10. Mai "Danach beginnt der raue Alltag"

Von Lukas Speckmann

Münster - Wie lässt sich ein Schlaganfall vermeiden? Sehr einfach. Übergewicht und Bluthochdruck bekämpfen, nicht rauchen, regelmäßig Sport treiben - das sind die Klassiker. Es wäre sogar schon viel getan, wenn man regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit führe, Aufzüge und Rolltreppen miede sowie sparsam mit Salz umginge.

Ein Drittel kann langfristig geheilt werden

Doch immer noch beherzigen viel zu wenige diese guten Ratschläge. Die „Stroke Unit“, wie sich die Schlaganfallstation an der Uniklinik nennt, behandelt jährlich etwa 1000 bis 1200 Patienten, Durchschnittsalter knapp 70 Jahre. Dr. Martin Ritter , der Chef dieser Spezialeinheit, rechnet vor, dass etwa ein Drittel dieser Patienten langfristig geheilt werden kann; bei einem weiteren Drittel bleiben mehr oder weniger schwerwiegende Folgen zurück - und ein Drittel stirbt.

Wichtig sei vor allem, dass bereits im Akutstadium des Schlaganfalls eine „Versorgungskette“ greife, die eine patientengerechte Rehabilitation gleich im Anschluss ermögliche. „Der Organisationsgrad bestimmt die Qualität der Versorgung“, betont Prof. Dr. E. Bernd Ringelstein , der Direktor der Klinik für Neurologie.

Bundesweiter Tag gegen den Schlaganfall am 10. Mai

Die Akutversorgung ist dabei in der Regel nicht das Problem, wie Uwe Junker von der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe betont. „In der Klinik ist die Versorgung gut. Doch danach beginnt der raue Alltag.“ Und um diesen Alltag geht es vor allem bei einem Aktionstag am 10. Mai, dem bundesweiten „Tag gegen den Schlaganfall“: Die Veranstaltung, zu der die Uniklinik, das Zentrum für ambulante Rehabilitation, die Selbsthilfegruppe und die AOK gemeinsam einladen, widmet sich vor allem der „Bewältigung von Barrieren im Leben nach dem Schlaganfall“.

Auf dem Programm, das um 17 Uhr im Lehrsaalgebäude der Uniklinik, Albert-Schweitzer-Straße 22 (direkt neben dem Parkdeck), stattfindet, stehen Vorträge zur Rehabilitation und zum Alltag nach dem Schlaganfall. Die AOK hat einen Sportmediziner eingeladen, der über Schlaganfallprävention spricht. Der Eintritt ist frei.

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