So., 29.05.2011

Kultur Münster Große Messe in frischem Glanz

Von Elmar Schilling

Münster - Die Liste der Versuche, Mozarts unvollendete c-Moll-Messe im Sinne des Komponisten zu ergänzen, ist lang. Vom Schöpfer selbst ist keine komplette Fassung überliefert - eine Herausforderung für Kollegen und Wissenschaftler, hier einen plausibel vervollständigten Notentext vorzulegen. 2005 wurde eine neue Version des New Yorker Musikhistorikers Robert D. Levin uraufgeführt - mit dem Philharmonischen Chor unter Martin Henning sowie dem Sinfonieorchester kam sie am Samstagabend in die Erphokirche, um ihre Münster-Premiere zu feiern.

Die Ergänzungen beispielsweise beim prachtvollen „Credo“ heben den festlichen Glanz der Komposition hervor; Pauken, Trompeten, Hörner und Posaunen lassen das Glaubensbekenntnis majestätisch erstrahlen. In einem wunderbaren Kon­trast dazu stand das lieblich von Flöte, Oboe und Fagott umschmeichelte „Et incarnatus est“, das von Sopran I Martina Schilling inbrünstig gestaltet wurde. Zuvor beim „Kyrie“ waren die Solisten noch etwas untergegangen. Besonders Sopran II Susanne Duwe hatte es zuweilen schwer, sich durchzusetzen. Tenor Andreas Ullmann erschien beim schön gesungenen „Et in Spiritum Sanctum“ vorsichtshalber vor statt hinter dem Orchester. Bass Thomas Laske konnte sich mit seinem kleinen Part kaum profilieren.

Der Philharmonische Chor zeigte sich unter dem rustikal federnden Dirigat Martin Hennings dem Werk allzeit gewachsen - auch das Orchester enttäuschte nicht.

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