Di., 25.10.2011

Historienspiel erinnert an Westfälischen Frieden Ende von Krieg und Verwüstung

Von Martina Döbbe

Münster - Damals, da gingen die Menschen in die Kirche, um Gott zu danken. Für den Frieden. Für das lang ersehnte Ende von Krieg und Verwüstung, von Hunger, Not und Elend. Am Dienstag , exakt 363 Jahre später, stimmten sie gemeinsam ein Dankeslied an. Auf dem „Platz des Westfälischen Friedens“, im Schatten von Rathaus und Friedenssaal, schallte es zu den Klängen der Bläservereinigung Albachten: „Wir danken Gott“.

Zum zehnten Mal lud der Stadtheimatbund Münster zum Historienspiel, um an die Verkündung des Westfälischen Friedens von 1648 zu erinnern. Kein Zufall, dass der Auftakt exakt um 16.48 Uhr war. „Ich hoffe, jeder hier weiß jetzt warum“, so Hans-Joachim Temme, der die Zuschauer als Moderator durch die Veranstaltung begleitete. Geprägt von dem Leitgedanken: „Von hier aus klingt der Friede in alle Welt“. Ehrengast und begeisterter Zuschauer auch Münsters ältester Bürger: Prof. Dr. Alfred Koch mit seinen 104 Jahren.

Wie es vor 363 Jahren den Bürgern ging, das erzählte die arme Frau (Uschi Niehues) mit ihrer Tochter (Carolin Hartmann), die in Münster Station machten. Und vor Freude weinten, als sie genau dort vom bedeutsamen Friedensvertrag hörten. Bürgermeister Heinrich Herding (Ulrich Tarner) und Stadtkommandant Johann von Reumont (Ralf Klatt) verkündeten als Stadtobere des Jahres 1648 vom großen Tag für die Menschen, an dem mit der Verbreitung der Botschaft durch die Friedensreiter Not und Leid der Menschen zu Ende gehe: „Pax facta est“, riefen diese den Menschen zu: „Frieden ist geschlossen.“

Frieden - ein hohes Gut, wie Bürgermeister Holger Wigger in seiner Begrüßung der Zuschauer des Historienspiels mit auf den Weg gab. „Es gibt uns gute Gelegenheit, inne zu halten und auf den Frieden zu besinnen.“

So wie es vor 363 Jahren auch Männer, Frauen und Kinder taten, als sie diese Friedensbotschaft vernahmen. Ein Frieden, an dem auch der päpstliche Gesandte Fabio Chigi (Dietmar Scherbarth) einen großen Anteil hatte. Und dem es bekanntlich in Münster gar nicht gefiel. „Der viele Regen, das harte Schwarzbrot. Pumpernickolino . . . oder so ähnlich“, da schüttelte es ihn doch heftig. Doch wichtig sei nur eins: „Wir haben Frieden“, das gelte es, überall in der Welt zu verkünden. Und dafür sorgten denn auch die Friedensreiter gestern Nachmittag stilecht hoch zu Ross, angeführt vom Herold (Alexander Löckener).

Begeisterter Applaus war allen Akteuren sicher - der Bläservereinigung Albachten, dem Reit- und Fahrverein Roxel, dem Stadtfanfarencorps Münster und den Fahnenschlägern der Bruderschaft Lamberti-Hansa.

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