Zweitwohnsitzsteuer beschert enormes Wachstum

Di., 25.10.2011

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11.328 Münsteraner mehr

Zweitwohnsitzsteuer beschert enormes Wachstum : 11.328 Münsteraner mehr
Von Karin Völker

Münster - Münster ist in den vergangenen knapp zehn Monaten enorm gewachsen. Jedenfalls die Zahl der mit Erstwohnsitz gemeldeten Münsteraner. Ende 2010 waren es laut städtischer Statistik noch 277.085. Am Montag verzeichnete das Bürgeramt mit 288.413 satte 11.328 „Erstwohnsitzler“ mehr - eine Steigerung um gut vier Prozent.

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Rekordzuzug an Studenten, Geburtenüberschuss und Zuwanderung sorgen für das Plus - am stärksten aber sind nach Einschätzung von Matthias Schmidt vom Stadt-Marketing die Einführung der Zweitwohnsitzsteuer und die Erstwohnsitzkampagne der Stadt verantwortlich für die wundersame Vermehrung der Münsteraner.

Denn der Zweitwohnsitz in Münster hat im Laufe dieses Jahres enorm an Beliebtheit eingebüßt. Die Zahl der Münsteraner mit Zweitwohnsitz schrumpfte von 24.289 bis zum Beginn dieser Woche auf magere 7337 Personen.

Nicht alle „Zweitwohnsitzler“ werden nun mit der vom Rat beschlossenen Steuer zur Kasse gebeten. Viele sind von der Zahlung befreit, „etwa Kinder und Jugendliche aus Familien, in denen nur ein Elternteil in Münster lebt“, erklärt Joachim Zöllner vom städtischen Bürgeramt.

Wie viele der neuen Münsteraner mit Erstwohnsitz durch die Kampagne der Stadt gewonnen wurden, will die Stadt noch analysieren. Die Aktion, bei der Personen, die ihren Erstwohnsitz anmelden, Preise gewinnen konnten, ist am Montag zu Ende gegangen.

Münster stand Ende 2010 beim statistischen Bundesamt mit 279.803 Erstwohnsitz-Gemeldeten an 22. Stelle der deutschen Großstädte. Die Differenz zu der städtischen Zahl erklärt sich aus einem mathematisch errechneten Zuschlag, den der Bund zur von den Städten gemeldeten Zahl aufaddiert. Dieser bemisst sich laut Joachim Zöllner aber auch an der Zahl der mit Zweitwohnsitz Gemeldeten, weshalb der Aufschlag in der nächsten Bundesstatistik wohl nicht mehr so üppig ausfalle.

„Die 290.000-Marke werden wir dort wohl nicht knacken.“ Auch ein Aufstieg unter die 20 bevölkerungsreichsten deutschen Städte ist vorerst unwahrscheinlich. Karlsruhe (Rang 21) mit 294.761 und Mannheim (Rang 20) mit 313.134 Einwohnern liegen noch deutlich vor Münster.


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