Mo., 28.11.2011

Das „Jovel“ wird unsterblich Unibibliothek hat das zwischen 1989 und 1993 erschienene Szene-Magazin „Jovel News“ digitalisiert

ULB-Leiterin Dr. Beate Tröger präsentiert die digitalisierte Form der „Jovel News“, Steffi Stephan (r.) die gedruckten Originale. Walter Kutsch (M.) hat sämtliche Exemplare gesammelt.Foto: (kal)

ULB-Leiterin Dr. Beate Tröger präsentiert die digitalisierte Form der „Jovel News“, Steffi Stephan (r.) die gedruckten Originale. Walter Kutsch (M.) hat sämtliche Exemplare gesammelt. Foto: kal

MünsteR - 

Auch der rüstigste Altrocker beginnt irgendwann, Bilanz zu ziehen. „Natürlich möchte ich gerne eine Spur in der münsterischen Geschichte hinterlassen“, bekennt Steffi Stephan, der im kommenden Frühjahr 65 wird. Diesem Ziel ist der Chef der legendären „Jovel Music Hall“ seit gestern einen Schritt näher gekommen: Neben mittelalterlichen Handschriften und Annalen aus dem 19. Jahrhundert sind ab sofort auch die „Jovel News“ in der digitalen Sammlung der Unibibliothek (ULB) vertreten. Vier Jahre lang, zwischen 1989 und 1993, erschien das rund 30 Seiten starke Monatsheft in Münster, verkündete Programmtipps, äußerte sich zum lokalen Geschehen, zu Gott und der Welt.

„Die Jovel News sind bei uns nun für die Ewigkeit aufbewahrt“, betont Matthias Kayß, Sprecher der ULB. Ein Gratis-Szenemagazin neben Hochliteratur und anderen erbaulichen Texten? „In den letzten Jahren hat sich in der Wissenschaft die Wahrnehmung solcher Publikationen deutlich gewandelt“, berichtet Dr. Beate Tröger, Leiterin der ULB. Szeneblättchen wie die „Jovel News“ würden heute als Spiegel von Politik und Gesellschaft geschätzt und seien daher hochspannende Dokumente der Regionalgeschichte, so Tröger.

Dass die „Jovel News“ überhaupt digitalisiert werden konnten, ist Walter Kutsch zu verdanken, der in seiner „Monasteria-Bibliothek“ Tausende Münster-Schriftstücke zusammengetragen hat. „Aus Neugierde“, wie er einräumt – und nicht etwa, weil er ein Jovel-Fan sei.

Von den „Jovel News“ erschienen übrigens nicht einmal 50 Ausgaben. 1993 wurde das muntere Heftchen wieder eingestellt, „weil die Penunzen fehlten“, wie Steffi Stephan erzählt. Das Versprechen der Blattmacher, dass die „News“ nach kurzer Zeit schwarze Zahlen schreiben würden, sei niemals eingelöst worden. Umso mehr genieße er es nun, via Internet in den alten Ausgaben zu stöbern.

Die „Jovel News“ sind unter http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de abrufbar.

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