Wirte wehren sich

Fr., 13.01.2012

  • Derzeit 4 von 5 Sternen.

Artikelbewertung

Marcus Geßler: Bei einer kurzfristigen Neuregelung der Außengastronomie sind Existenzen gefährdet

Wirte wehren sich : Marcus Geßler: Bei einer kurzfristigen Neuregelung der Außengastronomie sind Existenzen gefährdet

Bei einem Gläschen Bier lässt sich, wie hier am Prinzipalmarkt, das strahlende Wetter genießen. Die Stadt möchte den verlässlichen Umsatzbringer des Gastgewerbes jetzt neu ordnen. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Die Bewirtung im Freien gehört zu den verlässlichsten Umsatzbringern fürs Gastgewerbe. Vorausgesetzt, das Wetter stimmt. Manche Betriebe, befürchtet aber Marcus Geßler, Sprecher der Innenstadtgastronomie in Münster, müssen ums Überleben kämpfen, wenn bei ihnen die Außengastronomie eingeschränkt würde. Die Gastronomen schauen daher sorgenvoll auf das Vorhaben der Stadt, die Außengastronomie ab 1. April 2012 neu zu regeln. Am Dienstag geht die Vorlage der Verwaltung in die politische Diskussion. Der Rat, der am 8. Februar tagt, hat schließlich das letzte Wort.


Der Stadt gehe es darum, mit einer neuen Regelung klare Grundsätze zu schaffen, macht Marlies Voss vom Planungsamt deutlich. Darum gilt es, manche Fehlentwicklungen in dieser Stadt „ein bisschen“ einzuschränken. Verkehrswege für Menschen mit Behinderungen, für Rettungsfahrzeuge und für die Müllentsorgung müssten freigehalten werden. An manchen Stellen seien die Plätze mit Tischen und Stühlen zugepflastert.

Google-Anzeigen

Es gehe nicht darum, so Voss, die Außengastronomie generell infrage zu stellen oder den Bestand flächendeckend zu reduzieren. Im Gegenteil: Marlies Voss beschreibt die Entwicklung der Außengastronomie in Münster sogar als erfreulich.

Die Gastronomen sehen die Entwicklungen weniger positiv. Sie haben sich bereits im Vorfeld der politischen Debatte gegen eine derart kurzfristige Lösung ausgesprochen, wie sie jetzt geplant sei. Die Wirte wehren sich gegen eine Änderung während der Laufzeit einer Konzession. Obschon Geßler auch sagt: „Es gibt Plätze und Stellen, wo es einfach übertrieben wurde.“

Die Wirte wehren sich aber auch nicht gegen die Abschaffung von Heizpilzen, schlagen aber alternativ das Aufstellen von Infrarotheizungen vor, „um die Raucher zufriedenzustellen“, so Geßler. Der Sprecher der Wirte ist für klare Grundsätze. Aus Sicht des Hotel- und Gaststättenverbandes wäre ein Inkrafttreten der Grundsätze aber bei einem Konzessionswechsel vertretbar.

| Kommentar


Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 4 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 4/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Mehr zum Thema

Artikel



Standort

 

MV-Jobs Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

    WN-Aktionen

    Immer mehr drin
    Exklusive Angebote für WN-Kunden - wie funktioniert das? mehr...
    Anzeige
    Anzeige