Ausstellung "Goldene Pracht"
Sa., 04.02.2012
Pavillon auf dem Domplatz raubt Marktbeschickern den Platz
Rita Westhoff und Wolfgang Hesse ärgern sich, dass die Markthändler nicht rechtzeitig in die Planungen für die Ausstellung „Die Goldene Pracht“ einbezogen worden sind. Ein Pavillon am Dom kostet jetzt einige Standplätze.
Münster -
Münster - Das Landesmuseum und die Domkammer präsentieren mittelalterliche Schatzkunst aus Westfalen. Ein Goldener Pavillon auf dem Domplatz soll die beiden Ausstellungsorte miteinander verbinden. Nun sorgt der Pavillon für Ärger. Vor allem bei den Marktbeschickern auf dem Domplatz.
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Die Ausstellung „Goldene Pracht“ bekommt schon vor der Eröffnung am 26. Februar Kratzer. Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und die Domkammer präsentieren bis zum 28. Mai in Münster mittelalterliche Schatzkunst aus Westfalen. Ein Goldener Pavillon auf dem Domplatz soll die beiden Ausstellungsorte symbolisch miteinander verbinden.
Genau dieser Pavillon aber sorgt für Ärger. Vor allem bei den Marktbeschickern auf dem Domplatz. Sie fühlen sich bei den Planungen für die Ausstellung übergangen und müssen jetzt zum Teil ihre Transporter auf dem Hindenburgplatz abstellen. Dort hat der Landschaftsverband nach langen Diskussionen Ausweichplätze für die Händler angemietet.
Was das für einzelne Händler bedeutet, erklärt der Vorsitzende der Marktbeschickter, Wolfgang Hesse. Er spricht von extremen Situationen. Stände blieben lange unbeaufsichtigt, die Wege kosteten viel Zeit. Wiederholt haben die Marktbeschicker das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. „Wir möchten gefragt und mit ins Boot geholt werden“, fordern Wolfgang Hesse und seine Stellvertreterin Rita Westhoff. Gerne würde der Markt für blühende Werbezwecke genutzt, doch Planer, die den Domplatz nutzten, vergessen, „dass wir unsere Arbeit nicht als Hobby betreiben“, kritisiert der Vorstand.“ Dabei stünden Existenzen und Arbeitsplätze auf dem Spiel.
Dem Ordnungsamt – insbesondere Johannes Lammers und Wolfgang Rölver – verdankten sie, dass ihnen nicht noch übler mitgespielt worden sei. Ursprünglich hatten die Ausstellungsmacher den Pavillon mitten auf dem Domplatz platzieren wollen.
Das Ordnungsamt erhob Einwände, denn fünf bis sechs Stände hätten weichen müssen. In einer Zeit, in der Hochsaison auf dem Markt herrscht, aber auch die verlängerten Arbeiten am Dom immer noch für Verdruss sorgten.
Gemeinsam mit dem Ordnungsamt wurden alternative Stellplätze für die Händler hinter dem Bankhaus Lampe geschaffen. Aber nicht genug. Die Idee, Flächen am Spiegelturm und auf dem Horsteberg zuzulassen, lehnte die Verkehrsbehörde ab. „Jahrelang wurde dort geparkt. Jetzt, wo der Platz dringend gebraucht wird, ist nichts mehr zu machen“, bedauert Hesse. Angeblich gebe es seit Dezember eine Vereinbarung, dass am Spiegelturm generell nicht mehr geparkt werden dürfe. Auch der Kirchenvorstand von Liebfrauen Überwasser lehnte den Wunsch ab, den Kirchplatz drei Monate lang jeweils samstags für die Händler zu öffnen. Das Pflaster könnte zerstört werden, hieß es. Der Vorstand fragt sich, warum es diese Bedenken während des fünfwöchigen Weihnachtsmarktes nicht gebe.
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