Bürger besorgt
Mo., 06.02.2012
Angst vor Tierfängern - Tierschutzverein gibt Entwarnung
Süße Kätzchen – dass sie auf der Fangliste von geheimen Tierfänger stehen könnten, ist offenbar eine alte Mär.
Münster -
Münster - Immer wieder kursieren Gerüchte, dass Hunde und Katzen von der Straße gefangen und für Tierversuche missbraucht werden.
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Die Geschichte ist alt. Aber sie kursiert im Netz. Und führt dazu, dass auch in Münster Tierfreunde argwöhnisch dem Treiben von Altkleider-Sammlern gegenüberstehen. Unlängst, schrieb ein WN-Leser aus St. Mauritz, hätten wieder grüne Sammeleimer vor den Türen gestanden. Seine Sorge: Die Sammler hätten es auch auf Haustiere abgesehen.
Tatsächlich werden auf Internet-Seiten wie „tierdiebstahl.de“ solche Geschäfte unterstellt. Der Mann aus St. Mauritz erhielt auf eine Nachfrage den Rat: „Ihren Liebling während einer Altkleidersammlung nicht allein nach draußen lassen.“ Besonders nicht nachts.
Für Doris Hoffe, Vorsitzende des münsterischen Tierschutzvereins ist das alles alter Kaffee: „Die Verdächtigungen gibt es – aber man kann sie grundsätzlich verneinen.“
Hintergrund der Sorgen vieler Tierfreunde ist die Befürchtung, Tierfänger würden Katzen und Hunde fangen, um sie an Versuchslabore weiter zu verkaufen. Hoffe dagegen: „Für Tierversuche werden Tiere aus dem Wildfang überhaupt nicht gebraucht.“ Jeder Wissenschaftler, der Tierversuche machen wolle, müsse einen Antrag stellen. Dabei werde auch erklärt, woher die Tiere eigentlich kommen.
Überdies: „Für Versuche müssen die Tiere identisch sein“, sagt Doris Hoffe. Das bedeute, sie müssten aus speziellen Züchtungen stammen. „Wieso“, fragt sie, „sollte sich jemand aus der Illegalität etwas besorgen, das er sowieso bekommt.“
Auch im Internet wird übrigens auf entsprechenden Seiten vor übertriebener Sorge gewarnt. Verschwundene Tiere, weiß nämlich die münsterische Tierschützerin Hoffe, „sitzen oft beim Nachbarn auf dem Sofa.“
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