Circus Renz darf nach Vorwürfen der Tierquälerei planmäßig auftreten
Veterinäramt gibt grünes Licht

Münster - Tierschützer hatten in den vergangenen Tagen in E-Mails verbreitet, dass im „Circus Renz“ Tiere gequält würden. Daraufhin nahm das städtische Veterinäramt am Donnerstag den Zirkus in Augenschein.

Donnerstag, 09.02.2012, 17:02 Uhr

Schwerwiegende Verstöße wurden nicht festgestellt, berichtet Dr. Giovanni Serra – der Zirkus dürfe daher seine Veranstaltungen planmäßig durchführen. So verfüge das Unternehmen über eine behördliche Genehmigung, Wildtiere wie Elefanten und Tiger in der Manege zu präsentieren. Nach eigenen Angaben legt die Direktion des Universal Renz besonders viel Wert „auf artgerechte und zeitgemäße Dressuren“. So würden die sibirischen Tiger nicht gezwungen, durch Feuerreifen zu springen, sondern mit einem Augenzwinkern präsentiert.

Daneben überprüfte die Stadt die Temperatur im Elefanten-Fahrzeug, Ergebnis laut Serra: „Sie war in Ordnung.“ Lediglich einige kleinere Dinge stellte die Behörde fest, diese sollen kurzfristig abgestellt werden, betont die Stadt. So sei das Auslaufgehege für Kamele unterdimensioniert gewesen. Noch nicht beurteilen konnte das Amt gestern den Gesundheitszustand der Tiere. Die Befunde der Ärzte seien angefordert worden.

Mit seiner Tierhaltung ist der Circus Universal Renz geltenden Richtlinien weit voraus, heißt es in einer Pressemitteilung: Die sibirischen Tiger zum Beispiel lebten in einem erst kürzlich gebauten Spezialwagen mit einem großen externen Auslaufgehege, das die Mindestanforderungen weit überschreitet und haben überdies einen eigenen Pool zur Verfügung, in dem sie baden können.

Die Aufführungen im beheizten Zelt auf dem Hindenburgplatz während des Gastspiels von heute bis zum 19. Februar finden täglich um 15.30 und 19.30 Uhr statt, sonntags um 11 und 15.30 Uhr. Am Montag (13. Februar) ist ein spielfreier Tag. Die Kasse ist täglich  von 11 bis 19.30 Uhr geöffnet.

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